Gifhorner Wolfsberater Karl-Gustav Laser betont: Ergebnis der DNA-Probe abwarten / Weidetierhalter wünschen sich schnellere Untersuchungen und Ent ...

Emmer Moor: Fleischrind-Kalb auf Weide gerissen

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Dieses Fleischrind-Kalb wurde vor wenigen Tagen im Emmer Moor gerissen. Das Tier, das am 8. April geboren worden war, wurde von seinen Besitzern am Dienstagmorgen tot entdeckt. Ob ein Wolf es getötet hat, wird derzeit ermittelt.

pg Emmen/Allersehl. Ein gerissenes Fleischrind-Kalb wurde am Dienstagmorgen von seinen Besitzern auf einer Weide im Emmer Moor entdeckt. Das Tier, das erst am 8. April geboren worden war, hatte am Samstag bei der Kontrolle zuvor noch gelebt.

Wolfsberater Karl-Gustav Laser aus Gifhorn nahm eine Probe, die endgültige Bewertung wird noch einige Zeit auf sich warten lassen. Ob es sich um einen Wolfsriss handelt, ist laut Lasers Angaben derzeit noch unklar.

Die Besitzer gehen davon aus, dass es ein Wolf gewesen ist – die Wunden des Kalbes seien beim Auffinden noch blutig gewesen. „Es spricht einiges dafür, aber auch einiges dagegen“, sagt Laser im IK-Gespräch. Nun müsse man erstmal das Ergebnis der DNA-Probe abwarten, das Wolfsbüro des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in Hannover nehme dann die endgültige Bewertung vor.

„Das Kalb war schon einige Zeit tot“, sagt Laser, der am Dienstag um 22.30 Uhr vor Ort war. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich schon viele Nachnutzer – zu denen etwa Füchse oder Krähen zu zählen sind – an dem Kadaver gütlich getan. Ein Umstand, der die Arbeit von Laser erschwerte. „Daher kann ich noch nichts Genaues sagen.“ Zudem sei es schon dunkel gewesen und deswegen seien nicht viele Spuren zu sehen gewesen. Außerdem sei die Wiese zuvor gewalzt worden.

Gina Strampe, kommissarische Geschäftsführerin der Interessengemeinschaft der Weidetierhalter Deutschland (WNON), erhofft sich vom Ergebnis der DNA-Probe nicht allzuviel. In der Zwischenzeit hätten schließlich schon viele andere Tiere vom Kadaver gefressen. Sie wünscht sich gesetzliche Nachbesserungen, damit die Untersuchung durch die Wolfsberater bereits vier, fünf Stunden nach der Entdeckung stattfindet. Sonst würde die Probe verunreinigt. Sie erwarte einen Notfalldienst beim Wolfsbüro, es seien schnellere Entscheidungen nötig. „Die Bevölkerung soll nicht mit Ängsten leben.“ Daher veranstalte der WNON auch in 2018 wieder seine Mahnfeuer.

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