Einige Eltern- und Anliegerwünsche berücksichtigt

Emmen: Spielplatz wird aufgehübscht

Die Mitglieder des Jugendausschusses der Gemeinde auf dem Spielplatzgelände am Birnenweg in Emmen.
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Der Spielplatz in Emmen am Birnenweg bekommt noch eine Aufhübschung. Dabei wird auf einige der Wünsche von Eltern und Anliegern eingegangen, auf andere wiederum nicht.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Emmen – Der Spielplatz am Birnenweg in Emmen wird noch aufgehübscht. Bereits bei dessen Einweihung im August hatten Eltern ihre Wünsche für die Gestaltung vorgetragen, auch Anlieger hatten noch Wünsche geäußert. Viele dieser Punkte werden nun umgesetzt, andere aber wiederum auch nicht.

Nachbarn des Spielplatzes wollen einen Sichtschutzzaun an dessen Nord- und Südseite. Der Rat beschloss einstimmig die vom Jugendausschuss empfohlene Maßnahme: blickdichte Schilfmatten von 1,80 Meter Höhe, also genauso hoch wie die jetzigen Zäune, an denen sie zugleich befestigt werden.

Bereits in Arbeit ist die Beschilderung mit „keine Hunde erlaubt“ und dem Hinweis, dass man sich dort laut Spielplatzordnung nur bis 20 Uhr aufhalten darf.

Das große Durchfahrtstor soll nicht offen stehen. Daher soll gemäß des einstimmigen Votums als kindersicherer Eingang neben dem Tor ein separater Durchlass geschaffen werden. Dafür wird ein Loch in den Maschendrahtzaun geschnitten. Als Barriere, damit man dort nicht gleich herauslaufen kann, sollen zwei Pflöcke gesetzt werden. Das Tor kann somit grundsätzlich geschlossen bleiben und wird nur geöffnet, wenn Fahrzeuge auf das Spielplatzgelände müssen (für Reparaturen oder Ähnliches). Die Barrieren sollen weit genug auseinander stehen, damit man noch mit dem Kinder- oder Bollerwagen hindurchkommt.

Bei einer Gegenstimme wurde die Schaffung eines Regenunterstandes beschlossen: Die Eltern stellen dafür ein ehemaliges Buswartehäuschen auf. „Es ist in sehr gutem Zustand“, sagte Bürgermeister Dirk Köllner.

Sonnensegel auf der Spielfläche (eventuell auch als Beschaffung der Eltern) – daran will sich die Kommune nicht finanziell beteiligen. „Vom TÜV abgenommene Geräte sind sehr teuer“, erläuterte Thomas Sordel (SPD). Ingrid Wrede (FDP) verwies darauf, dass auf keinem anderen Spielplatz im Gemeindegebiet Sonnensegel vorhanden seien. Das sah das Ratsrund genauso, bei einer Enthaltung wurde eine Beteiligung an Sonnensegeln abgelehnt.

Einstimmig war der Rat hingegen für das Pflanzen von drei Bäumen als Schattenspender. Das galt auch für Anpflanzungen anderer Pflanzen in Gruppen (nicht zu dicht am Zaun und keine durchgängigen Hecken) als zusätzlicher Sichtschutz.

Nein zu Nestschaukel

Bei drei Stimmen abgelehnt wurde vom Hankensbütteler Gemeinderat der von Eltern gewünschte Kauf einer Nestschaukel für die kleinsten Spielplatznutzer. Peter Dierks (CDU) sprach sich für die Anschaffung aus, auch wenn es sich um ein teures Spielgerät handele. „Eine Nestschaukel fehlt mir dort.“ Ingrid Wrede (FDP) hingegen wandte sich dagegen und schlug vor, erst in den nächsten Jahren darüber zu reden. Der Spielplatz sei „verhältnismäßig teuer“ gewesen, daher solle man erstmal abwarten. Das wollte Bürgermeister Dirk Köllner so nicht stehen lassen. „Durch die Fördermittel werden wir keinen Spielplatz mehr so günstig wie diesen bekommen.“ Aus diesem Grund könne er sich auch mit dem nachträglichen Kauf einer Nestschaukel anfreunden. Auch Reinhard Weißmann (WIH) machte sich für einen Kauf zum jetzigen Zeitpunkt stark, da die Kinder aktuell im Krabbelalter seien. Da brauche man jetzt eine Nestschaukel. „Sonst sind sie zu alt.“ Ratsfrau Elisabeth van Werde hielt dem entgegen, dass man nicht jeden Wunsch auf einmal erfüllen könne.

Die Gemeinde Hankensbüttel hatte sich für das Angebot zur Gestaltung des Spielplatzes in Emmen entschieden, das keine Nestschaukel enthielt. „Es ist viel Geld in den Spielplatz geflossen. Andere Spielplätze bieten auch nicht für jedes Alter etwas an“, sagte Ratsfrau Claudia Schulze. Auch Hinrich Schulze (CDU) wandte sich dagegen, in Sachen Nestschaukel noch nachträglich am neuen Spielplatz zu basteln. „Es gab einen Beschluss, der umgesetzt worden ist.“ Im Zeitraum ab Ostern 2022 könne man sich die Situation erneut anschauen, schlug sein Fraktionskollege Dirk Niebuhr vor. Reinhard Weißmann (WIH) kann sich vorstellen, dass man die Nestschaukel vom Spielplatz Kinderglück im Waldgebiet Hagen nach Emmen transferiert.

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