Mehr Bepflanzung angedacht

Emmen: Spielplatz soll aufgehübscht werden

Der Jugendausschuss der Gemeinde Hankensbüttel bei seiner Bereisung am Spielplatz in Emmen am Birnenweg:
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Der Jugendausschuss der Gemeinde Hankensbüttel bei seiner Bereisung am Spielplatz in Emmen am Birnenweg: Dort besteht noch Handlungsbedarf.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – So wie er jetzt ist, soll er nicht bleiben: Für den neuen Spielplatz am Birnenweg in Emmen sind einige Neuanschaffungen und noch die eine oder andere Maßnahme zur Umgestaltung geplant. Darum wird es auch bei der Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag gehen (siehe Artikel unten). Im Jugendausschuss gab es kürzlich erste Signale, in welche Richtung die Reise gehen könnte.

Eltern wollen in Eigeninitiative auf dem Spielplatz ein ehemaliges Buswartehäuschen als Unterstand aufbauen. Der Ausschuss empfahl einen Antrag von Bürgermeister Dirk Köllner, dass das Häuschen dort aufgestellt werden darf, bei einer Gegenstimme an den Gemeinderat. Bedenken kamen von Ratsfrau Elisabeth van Werde: „Jugendliche machen dann dort Partys.“ Köllner entgegnete, dass durch die Spielplatzordnung geregelt sei, dass man sich dort nur bis 20 Uhr aufhalten dürfe. Danach könnten die Nachbarn des Spielplatzes bei Verstößen die Polizei rufen und sich auf die 20 Uhr-Regel beziehen.

„Es gibt bislang keinen Sichtschutz-Zaun“, sagte Peter Dierks (CDU). Durch die jetzigen Zaunteile auf der Nord- und Südseite könne man hindurchgucken. Ein Anlieger sagte, dass kein teurer und höherer Zaun nötig sei, ein normaler, 1,80 Meter hoher Zaun aus Kunststoff reiche aus. Hauptsache sei, dass dieser blickdicht sei.

Schilfmatten als Schutz

Peter Dietz (Grüne) schlug als „praktische Lösung“ vor, dass man doch Schilfmatten auf 1,80 Meter Höhe an die bestehenden Zäune anbringen könne. Das wurde letztlich nach längerer Diskussion – als laut Angaben der Verwaltung vermutlich recht preisgünstige und schnell umsetzbare Variante – bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung an den Rat empfohlen. Eine Hecke als Sichtschutz anzupflanzen – wie von Ingrid Wrede (FDP) und Hinrich Schulze (CDU) propagiert –, setzte sich als Vorschlag im Ausschuss nicht durch.

Hinrich Schulze empfand das Grundstück des Spielplatzes bei der Bereisung als eingekastelt, er sei negativ überrascht. Dass kein Strauch und/oder Baum vorhanden sei, gefalle ihm gar nicht. Daher müsse man über Grünanlagen nachdenken.

Um für mehr Bepflanzung und Begrünung zu sorgen, nannte Köllner einen schattenspendenden Baum als Option. „Ein, zwei einzeln stehende Bäume fände ich schön“, stimmte van Werde zu. Am Ende wurden drei Bäume als Beschattung an den Rat empfohlen. Das gleiche Abstimmungsergebnis gab es, als es um die Anpflanzung anderer Pflanzen ging. Diese soll gruppenweise mit Abstand zum Zaun erfolgen.

Bei der Sitzung wurde bei einer Enthaltung deutlich abgelehnt, dass die sich die Kommune an der Anschaffung eines Sonnensegels finanziell beteiligt, das direkt an den Spielgeräten platziert würde. Dieses müssten die Eltern, wenn sie es wünschen, also auf eigene Kosten besorgen. Eine Nestschaukel auf dem neuen Spielplatz wird es für die Kleinsten voraussichtlich (vorerst) nicht geben, der Ausschuss lehnte dies bei einer Enthaltung ab. „Wir haben dort erstmal reichlich Spielgeräte“, sagte Ingrid Wrede (FDP) angesichts der „vielen neuen Wünsche“ für den Spielplatz seitens der Eltern. Thomas Sordel (SPD) betonte, dass man nicht gleich einen Spielplatz für Kinder jeden Alters herrichten könne. „In den nächsten Jahren – auch schon in 2022 – kann man darüber reden.“

Separater Zugang


Bei einer Enthaltung wurde Köllners Antrag dem Rat empfohlen, dass neben dem großen Tor als separater Zugang ein Loch in den Maschendrahtzaun geschnitten werden soll. Dahinter sollen zwei Pflöcke gesetzt werden. Das Tor kann somit grundsätzlich geschlossen bleiben.

Die Beschilderung „Keine Hunde erlaubt“ für den Spielplatz ist laut der Verwaltung bereits in Arbeit.

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