Gesellschaft will 2022 wieder durchstarten

Auch Emmen sagt Corona-bedingt sein Schützenfest ab

Otto Stamer (v.l.), Vorsitzender der Schützengesellschaft Emmen, Majestät Jürgen Niebuhr und Vizevorsitzender Henry Dreyer vor dem Transparent am Schützenhaus in Emmen.
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Otto Stamer (v.l.), Vorsitzender der Schützengesellschaft Emmen, Majestät Jürgen Niebuhr und Vizevorsitzender Henry Dreyer vor dem Transparent am Schützenhaus in Emmen.

Emmen – Der amtierende Schützenkönig in Emmen, Jürgen „der Bierkönig“ Niebuhr, wird in der Geschichte der Schützengesellschaft Emmen von 1826 einen besonderen Platz einnehmen, denn er ist schon seit 2019 in Amt und Würden. Am kommenden Wochenende, immer eine Woche nach Pfingsten, hätte das traditionelle Schützenfest stattgefunden und wäre ein neuer Schützenkönig gekrönt worden. Doch auch schon im vergangenen Jahr fand wegen der Corona-Krise kein Schützenfest statt. Die Schützen hofften auf das laufende Jahr. Aber auch daraus wird nichts werden.

Und so fordern der Vorstand um den Vorsitzenden Otto Stamer und seine Majestät „Jürgen, der Bierkönig“ mit zwei unübersehbaren Transparenten am Schützenhaus alle Mitbürger auf: „Wir krempeln die Ärmel hoch! Impfen nicht schimpfen: 2022 – dann erst recht!“ Im kommenden Jahr ist zunächst ein Dart-Turnier für die Schützenvereine der Samtgemeinde Hankensbüttel im frisch renovierten Schützensaal geplant. Außerdem ein Dorf-Kinoabend, nachmittags für Kinder, abends für Erwachsene.

Der 2. Vorsitzende, Henry Dreyer, ergänzt: „Im nächsten Jahr ist auch das Musikzug-Jubiläum mit Konzerten im Saal geplant.“ Vorsitzender Otto Stamer wünscht sich, endlich mal wieder in die Normalität zurückzukommen, denn auch das Dorfgemeinschaftsleben hat in Emmen unter der Pandemie sehr gelitten. „Wir befinden uns schon in den Planungen für das Schützenfest 2022 und wollen zusammen mit den 278 Mitgliedern, einschließlich der Kinder, ein großes Fest feiern“, blickt der Präsident in die Zukunft. Die Damenkompanie, die Mädchengarde, die Jungschützen, der Musikzug mit Jens Cohrs an der Spitze und der Spielmannszug unter der Leitung von Kristin Hildebrandt gehören neben allen Schützen selbstverständlich auch dazu. Und seine Majestät Jürgen Niebuhr wäre froh, seine Königskette dann an seinen Nachfolger übergeben zu können, war es doch dann die längste aktive Regentschaft der Geschichte des Schützenvereins – ausgenommen kriegsbedingter Unterbrechungen.

(von Siegfried Glasow)

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