Hankensbütteler Bauausschuss stimmt Satzung für Gebiet „Hinter den Gärten“ zu / Kritik von Bürger

Emmen: Ja zu 25 neuen Bauplätzen

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Der Hankensbütteler Bauausschuss gab jetzt einstimmig grünes Licht für das neue Baugebiet „Hinter den Gärten“ in Emmen und empfahl die entsprechende Satzung an den Gemeinderat. Rund 25 neue Bauplätze sollen dort entstehen.

Emmen. Wenn es nach dem Willen des Hankensbütteler Bauausschusses geht, gibt es in Emmen mittelfristig zwei Dutzend neue Bauplätze:

Die Ausschussmitglieder empfahlen am Donnerstagabend einstimmig an den Rat, dass der Bebauungsplan für das vorgesehene reine Wohngebiet „Hinter den Gärten“ mit etwa 25 Bauplätzen als Satzung beschlossen werden soll. Mit der Bekanntmachung im Amtsblatt des Landkreises Gifhorn wäre der Plan dann rechtskräftig.

Die Fernwirkung der Dächer und Außenwände soll in den Randbereichen der Ortslage so beeinflusst werden, dass extreme Ausbildungen in Bezug auf Farbe und Eindeckung weithin nicht sichtbar werden. Die Gemeinde plant darüber hinaus, Einfriedungen zu beschränken, um die Gebäude als wesentliches Element des Baugebietes zu betonen.

Die Bestimmungen für die Gestaltung der Außenwände zielen darauf ab, grelle und ortsuntypische Farben generell zu vermeiden. Die Einschränkung der Materialien beziehungsweise der Farben der Dachdeckung soll ortsuntypische Dachdeckungen verhindern. Rot- bis rotbraune beziehungsweise anthrazitfarbene Dachpfannen sind im gesamten Ort vorzufinden: Sie sollen auch das Neubaugebiet prägen. Entlang der öffentlichen Straßenverkehrsflächen sind nur die ortstypischen Einfriedungen zugelassen.

Der Entwurf des B-Plans hatte vom 12. März bis 14. Mai öffentlich ausgelegen. Die vorgebrachten Einwände und Hinweise wurden vom Planungsbüro geprüft und mit entsprechenden Abwägungsvorschlägen ausgearbeitet.

Hugo Holger Busse aus Berlin schreibt in einer Stellungnahme, dass der B-Plan, dem er widerspreche, aus seiner Sicht enorme Mängel in der detaillierten Ortsplanung aufweise und zudem nicht wirtschaftlich sei. Den geplanten Lärmschutzwall lehne er ab. „Aufgrund der Lärmemissionen des südlich angrenzenden Lohnunternehmens ist die Errichtung eines Lärmschutzwalls unvermeidlich“, sagt Planerin Astrid Pesel. Der B-Plan nehme die städtebauliche Struktur der unmittelbaren Umgebung der Straßenrandbebauung auf. Für Gewerbe seien in Hankensbüttel die entsprechenden Gebiete festgesetzt worden. Das Lohnunternehmen im Süden der Planfläche sei Mischgebiet-verträglich und müsse sich daher nicht innerhalb eines Gewerbegebietes ansiedeln.

Busse sieht in Hankensbüttel und Emmen noch jeweils viele freie Bauplätze. Pesel schreibt dazu, dass die Bauplätze des Lehmkuhlenwegs II bereits vermarktet worden seien. Freie Bauplätze würden lediglich vereinzelt zur Verfügung stehen. Aufgrund der verstärkten Nachfrage sei ein neues Wohnbaugebiet erforderlich. Die soziale Infrastruktur könne dadurch besser ausgelastet werden.

Seitens der unteren Naturschutz- und Waldbehörde des Landkreises wird ausdrücklich begrüßt, dass die geplanten Schutzpflanzungen als öffentliche Grünfläche ausgewiesen werden und so ein „sinnvoller Übergang von der Bebauung zur freien Landschaft“ geschaffen werde. Die zukünftigen Anlieger sollen auf die Schutzpflanzung hingewiesen werden.

Von Paul Gerlach

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