Samtgemeinderat will keinen Förderantrag stellen / Bedarfsplan für alle Einrichtungen soll her

Emmen: Nein zu Sanierung auf Friedhof

Für einen Umbau der Kapelle auf dem Emmener Friedhof wird kein Förderantrag gestellt.
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Für einen Umbau der Kapelle auf dem Emmener Friedhof wird kein Förderantrag gestellt.

Emmen – Beim Friedhof in Emmen sollte die Einfriedung angefasst werden. Außerdem sollte bei der Kapelle der Eingangsbereich umgebaut werden. Zudem war eine Trennung der Bänke in der Kapelle vorgesehen.

Doch diese Pläne werden nun – zumindest fürs Erste – nicht weiter verfolgt. Der Samtgemeinderat beschloss kürzlich bei vier Ja- und 15 Nein-Stimmen, keinen entsprechenden Förderantrag zu stellen.

Dirk Köllner (CDU) hatte zuvor hervorgehoben, dass auch die Friedhofsgemeinschaft in Emmen das Vorhaben als dringend notwendig ansehe. In der weiteren Diskussion wurde deutlich, dass einige Ratsleute ein Problem in der Gleichbehandlung der Friedhöfe sahen. So betonte Werner Rodewald: „Wir müssen uns Gedanken machen, wie wir grundsätzlich verfahren.“ 2019 habe man „unter Schmerzen“ die Friedhofsgebühren angefasst. „Wir müssten dann auch weitere Maßnahmen an anderen Friedhöfen vornehmen.“ Und dann würden die ohnehin „dramatisch gestiegenen“ Gebühren „durch die Decke gehen“. Bei wirklich notwendigen Maßnahmen auf den Friedhöfen setze er weiter voraus, dass diese vorgenommen werden.

„Vor Kopf gestoßen“

Christiane Fromhagen (CDU) schloss sich Rodewalds Ausführungen vollends an. „Es wäre schön, aber wir haben das Geld nicht.“ Die Restsumme für die Samtgemeinde von 76 000 Euro bei Gesamtkosten von 161 850 Euro gebe die Haushaltslage nicht her. Auch Klaus-Dieter Gruhm (BLH) hatte ein Problem mit der Summe. Ingrid Wrede (FDP) beklagte indes Grundsätzliches: „Das Miteinander bei den Friedhofsgemeinschaften haben wir kaputtgemacht.“ Die Ehrenamtlichen hätten sich zurückgezogen und würden nichts mehr machen. Daher müsse man sich mit ihnen zusammensetzen. Das sah auch Inge Elvers (SPD) so: Die neue Satzung habe die Leute vor den Kopf gestoßen, die sich um die Friedhöfe gekümmert haben.

Elvers schlug vor, in Verbindung mit Rat, Verwaltung und Friedhofsbetreuern beziehungsweise Friedhofsvertrauensleuten eine Konzeption zu entwickeln, wie weiter mit den Friedhöfen in der Samtgemeinde umgegangen werden soll. Denn es soll ein Friedhofsbedarfsplan erstellt werden. „Wir brauchen die Leute vor Ort, die uns helfen“, sagte Elvers. Dass ein Konzept für den zukünftigen Umgang gebraucht wird, bestätigte Andreas Kuers (CDU). Die Satzung sei allerdings nicht aus einer Laune heraus beschlossen worden, sondern sie sei Gesetz gewesen.

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