Entsorgung des Schlamms aus Lärmschutzwall

Emmen: Messergebnisse stehen aus

Lärmschutzwall in Emmen im Baugebiet „Hinter den Gärten“ am Kornblumenweg
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Der Lärmschutzwall in Emmen im Baugebiet „Hinter den Gärten“ am Kornblumenweg muss abgetragen und zur Deponie gebracht werden. Doch zuvor musste der Wall nochmals komplett beprobt werden. Das will die Deponie so haben. Die Messergebnisse des beauftragten Institutes stehen allerdings noch aus.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Emmen – Der Lärmschutzwall im Baugebiet „Hinter den Gärten“ in Emmen muss bekanntlich abgetragen werden. Um mögliche Auswaschungen der Stoffe im Wall, der sich aus getrocknetem Schlamm aus dem Isenhagener See zusammensetzt, ins Grundwasser zu verhindern, war die Folie darüber gezogen worden. Das Material muss zur Deponie gebracht werden. Doch zuvor musste der Wall nochmals komplett beprobt werden. Das wollte die Deponie so haben, die auf andere Parameter für die Lagerung als die bisher erfassten besteht. Deswegen muss ein neues Gutachten her. Doch die Messergebnisse des beauftragten Institutes lassen noch auf sich warten.

Das berichtete Heinz Gödecke von der Verwaltung am Dienstag, 17. August, in der Sitzung des Hankensbütteler Rates auf Anfrage von Ratsfrau Claudia Schulze. Auf eine weitere Anfrage eines Bürgers in der Einwohnerfragestunde, ob der Gemeinde Informationen des Landkreises zu den Sedimenten vorliegen, erläuterte Bürgermeister Dirk Köllner, dass es sich um ein laufendes Verfahren handelt, bei dem natürlich Vorschriften eingehalten werden müssen. Die angesprochenen Werte für die Deponie seien nötig, die notwendige Ausschreibung habe ihre Zeit gedauert.

Gödecke ergänzte, dass das Material im Wall nicht den Zuordnungswert Z 2 (Obergrenze der Einbauklasse) aufweise, sondern, dass es Deponiecharakter habe. Der Landkreis habe daraufhin das Abdecken des Walls und Probebohrungen/Messungen angeordnet. Es gehe beim Abdecken darum, Auswaschungen zu vermeiden, es gebe „keine Gesundheitsgefährdung“, sagte Gödecke. Die Deponie habe die erneute Messung des Materials gewollt. Das Institut, das den Auftrag dafür erhielt, habe zwei Monate gebraucht, aber noch gebe es keine Ergebnisse.

Abstimmung mit Kreis

Die Entsorgung des Materials wird laut Gödecke eng mit dem Landkreis abgestimmt werden. „Ich habe das Material dort nicht gerne liegen, aber wir arbeiten an der Sache.“ Sobald die Messergebnisse vorliegen, werde das zuständige Ingenieurbüro mit der Deponie Kontakt aufnehmen. „Mehr können wir aktuell nicht machen.“

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