Ziel: Entschärfung im Sinne der Eltern

Emmen: Lösung für Haltestellen-Problem?

Haltestelle in Emmen mit Kindern beim Einstieg in den Bus.
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Bei der Bushaltestelle in Emmen nahe des Gerätehauses gibt es anhaltende Kritik von Eltern: Sie möchten eine Entschärfung der Gefahrensituation. Die Gemeinde Hankensbüttel setzt auf eine Lösung im Sinne aller Beteiligten.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Emmen – Bei der Bushaltestelle auf der Emmer Dorfstraße gibt es bekanntlich anhaltende Kritik von Eltern: Sie möchten, dass die Gefahrensituation entschärft wird, die durch den Verkehr auf der K 123, der zu schnell an der Haltestelle vorbeifahre, entstehe. Die Gemeinde Hankensbüttel unterstützt das Anliegen der Eltern und setzt auf eine Lösung im Sinne und unter Mitnahme aller Beteiligten.

Im Gemeinderat war kürzlich der Beschluss gefasst worden, an den Landkreis heranzutreten, um eine Entschärfung der Gefahrensituation im Bereich der Haltestelle nahe des Gerätehauses herbeizuführen. So wie letztere momentan angelegt ist, stelle sie eine Gefahr für die mit dem Schulbus fahrenden Kinder dar, heißt es. Es fehle etwa eine Querungshilfe auf der Emmer Dorfstraße. Durch die Verwaltung sollen verkehrsberuhigende, bauliche Maßnahmen beim Kreis als Straßenbaulastträger beantragt werden.

Mehrere Optionen

Ins Rollen gebracht hatte das Ganze ein Antrag der Eltern an die Kommune. Darin werden die geschätzten Kosten für eine Querungshilfe auf 20 000 Euro beziffert. Der Gehweg sei zu schmal bemessen, da die Kinder bei einer Rangelei Gefahr laufen, auf die Straße zu geraten. Durch diese Gefährdungen würden die Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht und fahren nicht mit dem Bus.

Kai Hildebrandt aus Emmen berichtete den Mitgliedern des Verkehrsausschusses, dass in dem 40 Quadratmeter großen Wartebereich 20 Kinder auf den Bus warten. Schon öfter habe es Notbremsungen gegeben. Laut Bürgermeister Dirk Köllner wurde eine Verlegung der Haltestelle in die Straßen Im Winkel oder Wiesengrund immer abgelehnt. Weil ein Hochbord für die Barrierefreiheit Voraussetzung ist, sei das Platzieren nicht im Bereich des Gerätehauses möglich gewesen. Grundsätzlich könne er die von Hildebrandt angeführte Problematik „absolut nachvollziehen“. Er machte sich für eine gemeinsame, bestmögliche Lösung stark. Man könne um Veränderungen allerdings nur bitten, der Kreis und die VLG hätten das Sagen.

Reinhard Weißmann (WIH) informierte im Verkehrsausschuss, dass er beim Kreis nachgefragt habe – in der Verwaltung halte man nichts von einer Querungshilfe, der Platz reiche nicht dafür aus, laut VLG sei die Straße nicht breit genug. In der Tendenz negativ beschieden worden seien vom Kreis und der VLG auch eine Verbreiterung des Bürgersteiges um 50 Zentimeter, eine Aufpflasterung und eine Tempobegrenzung. Folgende Möglichkeiten hält Weißmann nach den Gesprächen noch für umsetzbar: ein Warnschild, das auf die Haltestelle hinweist (Vorschlag der VLG), den Kauf des Gartengrundstückes hinter dem Wartehäuschen, um mehr Platz für die Wartenden zu schaffen (Vorschlag des Landkreises) und zwei seitliche Einengungen an der Straße 15 Meter vor und hinter der Haltestelle, um den Verkehr zu bremsen (Vorschlag des Landkreises). Außerdem eine Aufpflasterung der Fläche vor der Haltestelle ohne Erhebung (VLG-Vorschlag), größere Warnschilder der Schülereltern als bislang und ein zeitweises Banner über der Straße à la „Rücksicht nehmen auf Schulkinder“ (beides Vorschläge von Weißmann).

Hildebrandt begrüßte im Ausschuss die von Weißmann aufgeführten Maßnahmen. Dafür sei er dankbar, insbesondere die letzten beiden Vorschläge ließen sich sofort umsetzen, damit müsse man nicht warten. In Emmen bleibt man offensichtlich nicht unttätig: Ratsfrau Claudia Schulze hatte zuletzt im Gemeinderat mitgeteilt, das bereits ein Banner an einem privaten Zaun auf die Gefahr hinweise.

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