Bringdienst-Projekt für Samtgemeinde Hankensbüttel soll an den Start gehen

„Einzigartig in Deutschland“

Projekt vorgestellt (von links): Günter Weiss, Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel und Thorsten Rohé. Foto: Manicke

Hankensbüttel. Während am Donnerstagabend die Politik noch darüber stritt, ob das Geld für das Projekt Bringdienst und Dorfladen in der Samtgemeinde Hankensbüttel eine sinnvolle Ausgabe ist, tagte am Freitag erstmals die für die Umsetzung eingesetzte Lenkungsgruppe mit den Vertretern des CBM Instituts und der Verwaltung im Rathaus – und stellte in einem Pressegespräch das Projekt vor, das in den nächsten Monaten umgesetzt werden soll.

Der Bringdienst soll mit dazu beitragen, die Grundversorgung von älteren Menschen, die nicht mehr mobil sind, sicherzustellen, unterstrich Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel, der nach eigenem Bekunden ein glühender Verfechter des Projektes ist. Es könne eine „Leuchtturmwirkung“ für die Region haben und sogar landesweit ausstrahlen.

In Deutschland gebe es noch kein derartiges Projekt, wie es jetzt in der Samtgemeinde Hankensbüttel eingeführt werden soll, unterstrichen Thorsten Rohé und Günter Weiss vom Institut für City Brokering Management (CBM). In der ersten Phase werde ausgelotet, welche Potenziale die Dörfer bieten. Außerdem gehe es darum, regionale Anbieter wie Schlachter, Bäcker, Getränkemärkte oder diejenigen, die schon einen Lieferservice anbieten, in das Projekt einzubinden, unterstreicht Weiss, der in den vergangenen Tagen in der Samtgemeinde unterwegs war, schon mit einigen Bürgermeistern der fünf Mitgliedsgemeinden gesprochen hat und weitere Gespräch führen will.

22 der 24 Orte in der Samtgemeinde hat Weiss bereits besucht. Er schaut dabei unter anderem auf die Strukturen des Handels und auf die Infrastruktur. Da ist er auch auf die Hilfe von Verbänden und der Kirche angewiesen, die die Strukturen vor Ort kennen.

Eine Rolle bei der Planung spielt auch die Einrichtung eines Dorfladens. Der sollte nach den Vorstellungen der Planer eine Größe von 120 bis 150 Quadratmetern haben und ein Warensortiment von rund 50 Artikeln umfassen. Integriert werden soll auch ein Treffpunkt für Senioren. Ob es einen oder zwei oder auch gar keinen Dorfladen gibt, werde das Ergebnis der Untersuchungen der 1. Phase zeigen, hieß es. In der 2. Phase soll es dann um die Umsetzung gehen. Seite 4

Von Walter Manicke

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