Erzieherin stellt Politik ihre Pläne für Einrichtung vor – mit DRK als Träger

Eine Waldkita für Steinhorst?

+
Verena Roth (r.) stellte dem Kitaausschuss der Samtgemeinde ihre Pläne für die Steinhorster Waldkita vor.

Steinhorst – Bekommt Steinhorst künftig einen Wald- und Naturkindergarten? Erzieherin Verena Roth aus dem Lachteort stellte am Mittwoch dem Schul- und Kindertagesstättenausschuss der Samtgemeinde Hankensbüttel ihr Konzept für die Einrichtung vor.

Das Projekt stieß auf große Zustimmung und wird als Bereicherung für den Nordkreis angesehen.

„Das ist meine Passion“, sagte Roth über das Vorhaben. Sie kann auf einen reichen Erfahrungsschatz in Sachen Waldkindergarten zurückgreifen. Roth möchte 15 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren in einer 15-köpfigen Gruppe ganzheitlich – mit engem Bezug zu Tieren und generell zur Natur – zu selbstbewussten Schulkindern entwickeln. „Jeder Tag sieht anders aus.“ Je nachdem, wie sich die Umwelt verändere, welche Ereignisse die Kinder gerade beschäftigen oder welche Erfahrungen diese gemacht haben. „Es wird ein respektvoller Umgang mit der kompletten Schöpfung vermittelt.“ Die Kinder würden dabei im freien Spiel und mit Spaß lernen. Gebunden sei man dabei an den Orientierungsplan des Landes Niedersachsen. Ein Schwerpunkt liegt auf der tiergestützten Pädagogik. „Kinder lieben Tiere und der Umgang mit ihnen bringt Spaß und Freude, gerade bei ängstlichen Kindern“, sagte Roth, die gemeinsam mit den Kindern mit Pferden arbeiten will und auch einen Hund hat. Um die Kinder gut vorzubereiten, soll außerdem eng mit der Steinhorster Grundschule Kunterbunt sowie den Vereinen oder auch den Geschäftsleuten kooperiert werden. Der DRK-Kreisverband Gifhorn will die Trägerschaft für die Waldkita übernehmen, der genaue, wenn auch mobile Standort steht noch nicht fest.

„Jede Art von Bildungseinrichtung kann nur eine Bereicherung im Nordkreis sein“, sagte Peter Dietz (Grüne). Wie in Teichgut zu sehen, sei das ein Angebot, das gerne angenommen werde. „Das hört sich spannend an und ist ein tolles Projekt“, hielt Christiane Fromhagen (CDU) fest. „Ich finde ein zusätzliches Angebot sehr gut“, sagte Ausschussvorsitzender Thomas Sordel (SPD) vor der Vorstellung des Projekts. Auch für Denise Dehning (CDU) stand außer Frage, dass das „hochqualitative Angebot Sinn macht.“

Die Betreuungszeit würde bei 8 bis 13 Uhr liegen. Als fester Treffpunkt würde ein Bau-, Rund- oder Zirkuswagen, eine Blockhütte oder ein Tipi dienen. Ein Notfalltreffpunkt, etwa bei Gewitter, könnte beispielsweise das Haus der Gemeinde sein. Die Kinder würden von zwei pädagogischen Fachkräften mit Zusatzqualifikation Umwelt-, Natur- und Waldpädagogik sowie tiergestützte Pädagogik/Reittherapie betreut. Hinzu käme eine FSJ-Kraft oder ein Bufdi.

Für die Ausschussmitglieder galt es, zunächst eine Grundsatzentscheidung für ein solches Projekt zu fällen. Das Votum fiel einstimmig aus. Nun werden weitere Schritte durch die Verwaltung eingeleitet: Die rechtlichen und finanziellen Voraussetzungen sowie der Bedarf für die Einrichtung sollen geprüft werden. Weiterer Bericht folgt

VON PAUL GERLACH

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare