Hankensbütteler Otter-Zentrum feiert 30. Geburtstag / Breites Spektrum der Projekte aufgezeigt

„Ein wichtiger Moment für uns“

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Bei einer Führung durch das Gelände bekamen die Gäste beim 30. Geburtstag des Hankensbütteler Otter-Zentrums viele Infos zu den verschiedenen Projekten der Aktion Fischotterschutz. 

Hankensbüttel. „Mit 30 Jahren ist man alt genug, um genügend Erfahrungen gemacht zu haben. Das ist ein wichtiger Moment für uns“, sagte Dr. Ernst-Hermann Solmsen vom Präsidium der Aktion Fischotterschutz am Samstag.

Noch nicht 30 Jahre alt, aber trotzdem bei der Geburtstagsparty dabei: ein Steinmarder.

Bei der Festveranstaltung zum runden Geburtstag des Hankensbütteler Otter-Zentrums warf er auch einen Blick zurück: Die Zeiten seien für die Naturerlebnis-Einrichtung nicht immer einfach gewesen. Das Präsidium danke daher allen Mitarbeitern und Unterstützern für ihre Leistungen.

Spielten sich die Bälle zu: Otter-Zentrum-Chef Dr. Oskar Kölsch mit dem Horst-Schlämmer-Double.

Otter-Zentrum-Chef Dr. Oskar Kölsch ließ die Historie mit einem Bildervortrag lebendig werden und ging dabei auch auf die Rückschläge – wie den Brand am 2. Dezember 1993, dem der Wiederaufbau folgte, und den Tod von Initiator Claus Reuther am 29. Dezember 2004 – ein. Reuthers Erbe führe man fort. „Das Otter-Zentrum soll auch die nächsten 30 Jahre weiterleben.“

Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies unterstrich die Bedeutung von Reuthers Wirkens: „Er hat den Stein ins Rollen gebracht.“ Man müsse stark bleiben – selbst wenn man anfangs belächelt werde.

Landrat Dr. Andreas Ebel betonte, dass der Landkreis die Aktion Fischotterschutz immer unterstützt habe und dies auch weiterhin tun werde. Landtagsabgeordneter Tobias Heilmann („Das Otter-Zentrum ist ein wahrer Gewinn für die Region und ein Leuchtturm des Naturschutzes“) vermeldete eine 35 000 Euro-Förder-Zusage des Landes für ein Projekt, bei dem die Artenvielfalt in der Aller verbessert werden soll und neue Lebensräume für die Fischart Barbe geschaffen werden.

Katharina Fröhlich an der Querflöte und Jan-Hendrik Martin an der Gitarre von der privaten Musikschule Roger Burmeister.

Karsten Behr, Geschäftsführer der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, lobte die langjährige gute Zusammenarbeit mit der Aktion Fischotterschutz. Mittlerweile sei über eine halbe Million Euro von der Stiftung nach Hankensbüttel geflossen, schätzte er. Das Spektrum der Projekte dort sei vielfältig. Zu einem vorliegenden Antrag in Sachen Biotopvernetzung – ein Thema, das der Stiftung sehr am Herzen liege – gebe es bereits eine positive Beschlussvorlage, das Kuratorium müsse im Juni aber noch zustimmen. Bei diesem Projekt gehe es um die Entwicklung der Auen an der Ise, von der Fischotter, Biber und Libellen profitieren sollen.

Von Paul Gerlach

30. Geburtstag des Hankensbütteler Otter-Zentrums

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