„Eine missliche Situation“

Eigenanteil für Dorferneuerungsprojekt in Masel steigt auf 168.000 Euro

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Die Gemeinde sucht nun nach Einsparungen für das Projekt. Eventuell könne die Erneuerung der Straße Tweete gestrichen werden.

Masel – Es gibt gute Nachrichten für die Gemeinde Sprakensehl: „Unser Haushalt ist vom Landkreis genehmigt worden, wir bleiben damit weiter handlungsfähig“, verkündete Bürgermeisterin Christiane Fromhagen auf der jüngsten Ratssitzung.

Große Sprünge wird man angesichts der im Haushalt aufgeführten Zahlen allerdings nicht machen können. Die Finanzlage bleibt angespannt und trifft nun auch das bei der Sitzung im Mittelpunkt stehende Dorferneuerungsprojekt in Masel.

Wie berichtet, hatte das Amt für regionale Landesentwicklung in Braunschweig eine in Aussicht gestellte Förderung von 90 Prozent nun auf 73 Prozent reduziert, was gleichbedeutend ist mit einem Anstieg des zu tragenden Eigenanteils von rund 62.500 Euro auf stolze 168.000 Euro. „Eine missliche Situation“, wie Fromhagen befand und doch unterstrich: „Auch mit 73 Prozent können wir gut leben. Insgesamt wird es solche Förderungssumme in Zukunft wohl nicht geben.“

Dennoch wolle man nichts unversucht lassen, nach Einsparungen für das Projekt zu suchen. So könne man auf einen Großteil der Straßenbeleuchtung verzichten, die Zahl der geplanten Tische, Bänke und Bepflanzungen reduzieren oder vielleicht auch die Erneuerung der Straße Tweete aus der Planung nehmen. „Diese Streichungen dürfen aber nicht dazu führen, dass am Ende das ganze Projekt nicht mehr förderungsfähig ist.“ Hierzu werde man ein Gespräch mit dem Planer Volker Warnecke suchen und dann über die umzusetzenden Maßnahmen letztendlich im Rahmen eines Dorfabends befinden.

Auch eine interessierte Zuhörerschaft verfolgte den öffentlichen Teil der Ratssitzung im Maseler Schützenhaus und richtete das Augenmerk in der Einwohnerfragestunde vor allen Dingen auf anfallende Anliegergebühren. „Umlagefähige Kosten gehen zu Lasten der Anlieger“, machte die Bürgermeisterin klar. „Ohne Mitfinanzierung durch die Anlieger werden keine Maßnahmen durchgeführt.“

VON ULLI BLEUEL

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