Hannelore Speitling organisiert die Blutspende-Termine des DRK Hankensbüttel

„Ehrenamt macht Spaß“

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Immer ein Lächeln auf den Lippen: Hannelore Speitling engagiert sich mit ganzem Herzen für das DRK Hankensbüttel. Ihr großes Ziel ist es, mehr Menschen fürs Blutspenden zu gewinnen.

Hankensbüttel. „Es macht Spaß und es gibt kalorienbewusstes Essen. Die Kinder können mitkommen und dort herumlaufen. Es ist schön zu sehen, dass sich die Leute bei Getränken und Kaltverpflegung wohlfühlen.

“ Hannelore Speitling, 67, aus Hankensbüttel spricht nicht über eine große Party, sondern über die Blutspende-Termine des Hankensbütteler Ortsvereines im Deutschen Roten Kreuz (DRK).

Doch auch die Geselligkeit spielt trotz des ernsten Hintergrundes bei den vier Terminen mit je zwei Veranstaltungen im Jahr im Hankensbütteler Gymnasium eine große Rolle. „Die Leute treffen sich zum Spenden und wollen abends gar nicht wieder weg“, berichtet Speitling. Die Besucher sollen sich bei den Terminen möglichst wohl fühlen: So gibt es einen Arbeitskreis, der sich um die Verpflegung kümmert, der Raum wird je nach Jahreszeit dekoriert und das zwölfköpfige Helferinnenteam um Speitling betreut sorgsam die Spender – insbesondere die Menschen, die erstmals mitmachen.

Speitling selbst hat 54 Mal gespendet. „Seit 30 Jahren bin ich beim DRK Hankensbüttel aktiv. Die Organisation der Blutspende-Termine habe ich 1996 übernommen. Ich stehe dahinter, finde das wichtig und tue etwas Nützliches“, sagt die Rentnerin. „Allerdings ist es schwierig, Spender zu finden, und die Helfer werden immer älter“, berichtet Speitling. Seit dem 29. Oktober 1957 sind in Hankensbüttel 35 492 Blutspenden abgegeben worden. Das entspricht einer Menge von 17 746 Litern. „Wir versuchen, die Spender zu animieren“, so Speitling. Mehrfachspender erhalten bei einer bestimmten Zahl von Spenden Gutscheine oder auch einen Präsentkorb als Belohnung. „Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft“, so Speitling. Das müsse jedoch im Rahmen bleiben, da es sich bei den Terminen schließlich um eine Spende handele. Gerade um junge Spender zum Kommen zu bewegen, „überlegen wir uns gerade 1000 Sachen“, so Speitling. Der Verein überlege, dazu verstärkt Facebook zu nutzen.

Frauen können viermal innerhalb von 365 Tagen Blut spenden, Männer fünf- bis sechsmal. „Nach Operationen, Piercings oder Aufenthalten im außereuropäischen Ausland muss man bis zu einem halben Jahr lang pausieren“, erläutert Speitling.

„Wenn zu den Terminen 100 Leute kommen, bin ich glücklich. Darunter bin ich unzufrieden und darüber selig“, sagt Speitling. Bei den acht Terminen in 2012 in Hankensbüttel waren es 721 Blutspender – darunter 33 Erstspender. „Die Zahl der Spender geht in den letzten Jahren zurück“, so Speitling. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, spreche sie etwa Vereine an, damit diese geschlossen zum Spenden erscheinen. „Wir machen das alle ehrenamtlich: Mich fasziniert das und meine elf Mädels sehen das genauso.“

Die nächsten Blutspende-Termine im Hankensbütteler Gymnasium sind am Freitag, 15. März, und Montag, 18. März, jeweils von 16 bis 20 Uhr.

Weitere Infos gibt es unter www.drk.inhankensbuettel.de.

Von Paul Gerlach

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