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Edeka-Filiale in Steinhorst: Beginn bis Spätsommer?

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Von: Paul Gerlach

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Die so genannten „Steinhorster Pyramiden“ (im Hintergrund) an der Marktstraße.
Die so genannten „Steinhorster Pyramiden“ (im Hintergrund) an der Marktstraße dürften im Spätsommer verschwinden, wenn dann tatsächlich der Bau der geplanten Edeka-Filiale beginnt. So stellt es sich zumindest der Investor vor. Dessen Antrag prüft aktuell aber noch der Landkreis. © Gerlach, Paul

Steinhorst – Das Steinhorster Edeka-Vorhaben an der Marktstraße verzögert sich weiter: Die Eröffnung der geplanten Filiale ist inzwischen nach Unternehmensangaben voraussichtlich für das zweite Halbjahr 2023 vorgesehen.

Laut einer Unternehmenssprecherin wurde der Bauantrag für den Neubau beim Landkreis eingereicht. Bei Edeka zeigt man sich optimistisch und erwartet eine Baugenehmigung in den nächsten Wochen. Aktuell plane man mit dem Baubeginn bis zum Spätsommer dieses Jahres. Die Kreisarchäologie werde bei den Erdarbeiten mit eingebunden, heißt es bei Edeka.

Der Landkreis bestätigt auf IK-Anfrage, dass der entsprechende Bauantrag für den Nahversorger durch den Investor im März eingereicht worden ist. Die Gemeinde Steinhorst hatte bekanntlich bereits zu dem Vorhaben ihr Einvernehmen erteilt, beim Kreis läuft derzeit die Prüfung der eingereichten Unterlagen. Und das braucht seine Zeit. Kreis-Pressesprecher Jan-Niklas Schildwächter betont denn auch, dass erfahrungsgemäß aufgrund der nötigen Prüfschritte von einem mehrmonatigen Zeitraum auszugehen sei, bis eine Genehmigung erteilt werden kann. Ein wesentlicher Arbeitsschritt dabei sei die Prüfung der Statik. Grundsätzlich ist es laut Schildwächter bei einem Vorhaben dieser Größenordnung aber denkbar, Teilbaugenehmigungen zu erteilen. Dies ermöglicht demnach, dass einzelne Projektschritte bereits zeitlich abgestuft umgesetzt werden können. Eine Option, die Edeka und die Gemeinde freuen dürfte.

Weitere Funde erwartet

Durch die Lage des Bauvorhabens in der historisch gewachsenen Ortsstruktur kommt den Belangen der Archäologie eine besondere Bedeutung zu. Die Kreisarchäologie ist bereits von der Projektentwicklung an eingebunden worden. Bei den Erdarbeiten, die durch archäologisches Fachpersonal begleitet werden, wird mit weiteren Funden und Befunden gerechnet.

Nach Angaben des Kreises stehen seit Beginn der Maßnahme der Investor und die Kreisarchäologie im Austausch. Der Investor trägt die Kosten für die archäologische Untersuchung. Wenn Bodenfunde auftreten, werden diese gesichert und dokumentiert – wofür entsprechende Zeit benötigt wird.

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