Durch Haushaltsminus kann Gemeinde Sprakensehl in 2014 nur wenig umsetzen

Konzentration auf Forstwege

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Die Sanierung des Forstweges Behren-Schweimke ist eines der Projekte der Gemeinde Sprakensehl in 2014.

Sprakensehl. Ein Minus von 44 000 Euro weist der Haushaltsplanentwurf der Gemeinde Sprakensehl für 2014 aus (das IK berichtete). Das wirkt sich unmittelbar auf die Vorhaben der Gemeinde im aktuellen Jahr aus. Viel umsetzen kann die Gemeinde nicht.

„Im Grunde sind wir fremdbestimmt“, sagt Bürgermeisterin Christiane Fromhagen. Gerade einmal über 8900 Euro kann die Gemeinde als freiwillige Aufgaben verfügen: Das macht nur knapp 1 Prozent der Gesamtaufwendungen in Höhe von 906 300 Euro aus. „Wir können davon nicht einen Euro streichen“, sagt Fromhagen.

Ein Großteil der Aufwendungen besteht aus Umlagezahlungen, aus Unterhaltungs- und Bewirtschaftungskosten sowie Personalkosten, um die vorhandene Infrastruktur unterhalten zu können. Das wird wohl auch auf längere Sicht so bleiben. „Wir haben keine Chance, etwas an der Situation zu ändern“, verdeutlicht Fromhagen. Es bleibe nur die Hoffnung auf gute Haushaltsjahre wie in 2011 und 2012.

Die Liste der Projekte, die die Gemeinde in diesem Jahr angehen kann, fällt entsprechend kurz aus. „Wir werden nichts investieren“, sagt Fromhagen. Für die Straßenunterhaltung sind 20 000 Euro eingestellt worden. „Wir werden nur die größten Löcher zu machen“, kündigt Fromhagen an.

Christiane Fromhagen

Außerdem sollen zwei Forstwege ausgebaut werden: Zum einen der Weg Behren-Schweimke, für den die Bewilligung über die Förderung der Maßnahme in Höhe von 12 700 Euro bereits eingetroffen ist. Die Gesamtkosten betragen 21 600 Euro, die Anliegerbeiträge liegen bei 4400 Euro. Zum anderen geht es um den Weg Auermühle-Hagen mit Gesamtkosten von 26 600 Euro. Dort liegt die Bewilligung über die Förderung von 14 400 Euro noch nicht vor. Die Anlieger würden mit 6100 Euro beteiligt.

2014 könnte außerdem noch die Bezahlung der Sanierung der B 4 in der Ortsdurchfahrt Sprakensehl anstehen. Noch ist allerdings unklar, ob die Schlussrechnung überhaupt in diesem Jahr noch eintreffen wird.

„Bei diesem Haushalt können wir nichts anderes machen“, erläutert Fromhagen. Sie spricht von einer „aufgestülpten“ Situation beim Haushalt: Der Gemeinde bleibe keine Handlungsfreiheit. „Was soll man da noch machen?“ Damit sich grundlegend etwas ändere, müssten die Schlüsselzuweisungen anders gestalten werden und der Faktor Fläche mit hineingenommen werden. So hätten die kleinen Gemeinden keine Chance. Mit Blick auf die hohen Umlagen ergänzt Fromhagen: „Wir sind auch Samtgemeinde. Sie hat noch mehr Schulden als wir.“ Zudem habe die Samtgemeinde keine Einnahmen und könne sich nur über die Gemeinden finanzieren.

In 2014 wird die Gemeinde laut Fromhagen außerdem beim Thema Windparks begleiten. „Wir werden zusehen, dass wir alle im Boot haben. Das wird ein großes Thema“, sagt die Bürgermeisterin.

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