Umgehungsstraßen in schlechtem Zustand

Durch B 4-Baustellen: Mehr Verkehr und Belastung in Obernholz und Sprakensehl

Auf der Gemeindeverbindungsstraße von Bokel nach Schweimke fuhren zuletzt – wie hier am Mittwoch – immer wieder Lkw durch. Verbote wurden zuvor missachtet. Der ohnehin schon beschädigten Straße hat das nicht gut getan.
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Auf der Gemeindeverbindungsstraße von Bokel nach Schweimke fuhren zuletzt – wie hier am Mittwoch – immer wieder Lkw durch. Verbote wurden zuvor missachtet. Der ohnehin schon beschädigten Straße hat das nicht gut getan.

Bokel/Schweimke – Immer mit einem Fuß auf der Bremse, die Straße fest im Blick – und regelmäßige Ausweichmanöver. So fahren sich momentan die Strecken zwischen Schweimke, Bokel und Nienwohlde.

Ausweichen muss man dabei nicht nur Fahrradfahrern und Autos, sondern auch Lkw. Und häufig dem inzwischen wegbröckelnden Straßenrand.

Besonders der Kontakt mit Lkw ist immer wieder haarig, denn die Straße ist nicht sonderlich breit, oft müssen Autofahrer in die Eisen gehen. Und schnell landen die Reifen dann am Fahrbahnrand im Schotter oder in Löchern im Asphalt. Für die Reifen ist das dann genauso Gift wie für die ohnehin angegriffene Asphaltdecke, wo Splitter und große Brocken an mehreren Punkten den Rand säumen und sich Wurzeln unter die Straße gegraben haben, sodass man denkt, das Auto hebe gleich ab. Eine Fahrt zur Bokeler Heide wird so schnell zur Belastungsprobe.

Das ist keine komplett neue Situation: Dass die Gemeindeverbindungsstraße in einem schlechten Zustand ist, wird bereits seit vielen Jahren kritisiert und ist allseits bekannt. Nur: Durch den Durchgangsverkehr während der B 4-Sanierungen (das IK berichtete) wurden die Seitenränder nun noch stärker in Mitleidenschaft gezogen. Das ist von Autofahrern zu hören, die dort täglich entlang kommen. Das will auf IK-Anfrage auch Ilka Bauke von der Verwaltung nicht verhehlen. Die Verbindung Bokel – Schweimke ist aus ihrer Sicht nicht so stark betroffen, noch schlimmer sei Bokel – Nienwohlde dran. Die Straßen seien aber auch vor den B 4-Sanierungen in einem „unglücklichen Zustand“ gewesen, betont sie. Das werde jetzt nicht besser. Bei Gefahr im Verzug werde der Bauhof umgehend tätig, erläutert Bauke.

Die Seitenränder der Straße wurden durch den Durchgangsverkehr während der B 4-Sanierungen noch stärker in Mitleidenschaft gezogen.

Dem Bauhof wurden bisher keine akuten, neuen Schäden auf der Strecke Bokel – Schweimke in Form von Beschwerden durch Bürger gemeldet, berichtet Bauke. Laut des Obernholzer Bürgermeisters Werner Rodewald sei dort definitiv mehr Verkehr unterwegs, aber das Ganze sei nicht so dramatisch und laufe phasenweise ab. Bauke hält fest: „Wir müssen die Schäden im Auge behalten und dann reagieren.“

Das sieht Rodewald im IK-Gespräch auch so. Der Durchgangsverkehr halte sich aber nach wie vor in Grenzen. „Es hätte noch schlimmer kommen können.“ Es gebe einige bröckelige Stellen, das sei schon länger so. Die Schäden an der Straße seien in jedem Fall eine Belastung.

Die Samtgemeinde, bei der die Verkehrssicherungspflicht liegt, habe über die Jahre immer wieder versucht, die schlimmsten Stellen so gut es geht auszubessern. Darauf verweisen Bauke und Rodewald. Die Gemeinde Sprakensehl habe zuletzt unabhängig von den Bauarbeiten die Seitenränder an der Verbindung Nienwohlde – Bokel auch noch einmal mit Mineralgemisch saniert, ergänzt Bauke.

Wenn tatsächlich Schäden an Autos beim Befahren der Strecke auftreten, ist der nötige Nachweis über den Kommunalen Schadensausgleich schwierig zu führen, betont Rodewald.

Auch Bauke rät daher dazu, Geschwindigkeit und Fahrweise an die beschädigte Strecke anzupassen, damit man auf gefährliche Stellen reagieren kann. „Vernunft und Vorsicht der Verkehrsteilnehmer sind gefragt“, unterstreicht Bauke. VON PAUL GERLACH UND MAX A. MORRISON

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