Dorferneuerung: Samtgemeinde Hankensbüttel und Wahrenholz/Schönewörde dabei

Fließt Geld in den Nordkreis?

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Der Wahrenholzer Bahnhof: Die Aufwertung der Anlage ist eins der Vorhaben in der Samtgemeinde Wesendorf. Fotos: Archiv

Hankensbüttel/Wahrenholz/Schönewörde. Gute Nachricht am Montag aus Hannover für die Samtgemeinde Hankensbüttel und für die Gemeinden Wahrenholz und Schönewörde:

Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer gab die neuen Teilnehmer des Dorferneuerungsprogramms bekannt – die Nordkreis-Vertreter sind mit dabei. Insgesamt wurden 15 Dorfregionen für die aktuelle Fortschreibung des Programms ausgewählt.

Eine Erweiterung des kulturellen Angebotes im Kloster Isenhagen gehört zu möglichen Projekten der Samtgemeinde Hankensbüttel.

Erstmals wurden vor allem Kooperationen mehrerer Dörfer und ein besonderer Fokus auf neue Perspektiven in demografisch benachteiligten Räumen gelegt. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die EU-Kommission ist geplant, in der kommenden Förderperiode mehr als 115 Millionen Euro aus EU-Geldern für Dorferneuerungsmaßnahmen in Niedersachsen zu reservieren. Hinzu kommen weitere Gelder zur Kofinanzierung von Bund und Land.

Jede Gemeinde erstellt nun einen Plan für das Dorfentwicklungsverfahren. Diese Planaufstellung nimmt in der Regel ein bis zwei Jahre in Anspruch. Nach Prüfung und Anerkennung stimmt das Amt für Landentwicklung den zeitlichen Rahmen, der für die Umsetzung der Maßnahmen erforderlich ist, mit der Kommune ab. Auf dieser Basis können dann die Förderanträge gestellt werden, die je nach Antragslage und zur Verfügung stehender Fördermittel bewilligt werden.

Für die Samtgemeinde Hankensbüttel sowie für die Gemeinden Wahrenholz und Schönewörde liegt ein Katalog möglicher Maßnahmen vor. Allerdings: Dass für diese auch tatsächlich Geld fließt, ist noch nicht ausgemacht, denn alle 15 Fördergebiete werden sich in den nächsten Jahren im Wettbewerb befinden – und müssen mit guten Ideen und Konzepten punkten.

Aus diesem Grund sind laut Angaben des Ministeriums zum jetzigen Zeitpunkt auch nähere Aussagen über konkrete Fördersummen für die 15 neuen Teilnehmer nicht möglich: Mit der Aufnahme in das Programm sei die Grundsatzentscheidung getroffen worden, die Höhe der Fördermittel ergebe sich dann aus dem jeweiligen Dorfentwicklungsprozess und der Förderfähigkeit der jeweiligen Einzelprojekte in den kommenden Jahren.

„Wir sind riesig glücklich, dass unsere Bemühungen erfolgreich waren“, sagt Andreas Taebel, Bürgermeister der Samtgemeinde Hankensbüttel, auf IK-Anfrage. „Unser Beitrag war so gut, dass wir eine von den 15 Regionen sind.“ Gemeindebürgermeister Martin Rausch ergänzt: „Dies ist ein Signal der Landesregierung, dass sie es ernst damit meint, unsere Region, die nicht im Fokus der Aufmerksamkeit steht, aber mit besonderen Herausforderungen wie dem demografischen Wandel und der Strukturschwäche zu kämpfen hat, zu stärken.“

René Weber, Erster Samtgemeinderat der Samtgemeinde Wesendorf, sagt: „Für unsere strukturschwache Samtgemeinde müssen und wollen wir Fördertöpfe erschließen.“ Insofern sei die Freude über die Nachricht aus Hannover groß. „Ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen zu werden, war der erste Schritt.“ Der nächste Schritt sei nun, dafür Sorge zu tragen, dass die angedachten Projekte auch tatsächlich gefördert werden. Seiten 4 und 6

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