Ergebnisse von Kernbohrungen sollen abgewartet werden

Dorfentwicklung: Vortrieb für Behren, Warten in Masel

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Der Potsdamer Platz in Behren soll über die Dorfentwicklung neugestaltet werden.

Behren / Masel – Während sich die Maseler noch etwas gedulden müssen, geht es in Behren in Sachen Dorfentwicklung weiter voran.

Zum 15. September soll der Förderantrag für die Neugestaltung des Potsdamer Platzes in Behren gestellt werden, beschloss der Sprakensehler Rat am Mittwochabend einstimmig. Der Platz soll laut Planer Volker Warnecke in Betonsteinpflaster als Ortsmitte hervorgehoben werden. Auf der aufgeweiteten Fläche im Westen des Platzes (siehe Skizze) sollen Fahrräder abgestellt werden können, außerdem sind dort Bänke und Infotafeln (teils vorhanden, teils neue) vorgesehen. Eine kleine Platzfläche für die Bürger also. Der Einmündungstrichter zur L 265 soll zurückgebaut werden, sodass zwei Parkplätze an der Landesstraße entstehen. Daneben sollen Poller gesetzt werden, um die Durchfahrt zu versperren. Auch ausreichend Versickerungsmöglichkeiten sind an dem Platz angedacht. „Die Entwässerung, auch am Rotdornweg – soll sich wesentlich durch Mulden, Gossen und das Profil der Straße verbessern“, betont Bürgermeisterin Christiane Fromhagen.

Beim Rotdornweg sollen die Zufahrten einheitlich, ebenfalls in Betonsteinpflaster, angefasst werden, kündigt Warnecke an. Bei der Straße selbst kommt Asphalt zum Einsatz. Auch wenn der Bedarf nicht groß ist, könnten noch Stellplatzflächen platziert werden, so der Planer.

Der Entwurf für den Rotdornweg in Behren.

Die Gesamtkosten für den Potsdamer Platz und den Rotdornweg werden auf 354.500 Euro geschätzt. Letzterer schlägt dabei mit 166.000 Euro brutto zu Buche: Die Förderung beträgt 121.000 Euro, die Gemeinde trägt 18.000 Euro, die Anlieger 27.000 Euro. Beim Potsdamer Platz sind es 50.000 Euro Anteil für die Gemeinde. Laut Heinz Gödecke vom Bauamt soll noch eine Anwältin prüfen, ob die Anlieger des Platzes veranlagt werden können.

„Wir sollten das Projekt erstmal beantragen und schauen, ob es gefördert wird“, sagte Fromhagen. In zehn Jahren müsse die Gemeinde sonst die gesamten Kosten tragen. Das sah auch Melanie Schiller (SPD) so: „Die Kosten kommen eh auf uns zu.“ Auch wenn es weh tue, Geld auszugeben, das die Kommune eigentlich nicht habe.

Bei der Maseler Dorfstraße und der Tweete stehen erst noch Kernbohrungen an.

In Masel sollen bekanntlich der Straßenraum sowie die Nebenanlagen der Maseler Dorfstraße und der Tweete erneuert werden. So sind bei der Dorfstraße eine Verkehrsberuhigung durch einen Schlenker der Straße und ein neuer Spielplatz mit Spielgeräten und Zaun sowie bei der Tweete ein Informations- und Aufenthaltsbereich für Einheimische und Ortsfremde geplant.

Einen Beschluss zu dem Maseler Vorhaben vertagte der Rat jedoch: Es soll geprüft werden, ob in der Tweete eine Tragdeckschicht erforderlich ist beziehungsweise eingebaut werden kann. Kernbohrungen sollen Aufschluss darüber geben, wie es um den Unterbau im Straßenraum bestellt ist. Bevor diese Ergebnisse vorliegen, will die Kommune noch nichts unternehmen.

VON PAUL GERLACH

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