Straßenbaumaßnahme Am Buschfeld in Langwedel: Zweiter Planer prüft Möglichkeit zu sanieren

Doch Sanierung statt Neubau?

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Die Möglichkeit einer Sanierung der Straße Am Buschfeld in Langwedel wird derzeit geprüft.

Langwedel. Bei der geplanten Straßenbaumaßnahme Am Buschfeld in Langwedel wird momentan durch einen zweiten Planer eine Sanierung statt eines Neubaus geprüft.

„Wir waren nochmal vor Ort und haben uns mit dem Planer die Straße angeguckt“, sagte Bernd Rodewald, Bürgermeister der Gemeinde Dedelstorf am Donnerstagabend in der Ratssitzung. Ein Bürger hatte sich zuvor besorgt gezeigt, dass der Rat in dieser Angelegenheit „in Geheimniskrämerei“ verfalle, und sich nach dem Stand der Dinge erkundigt. „Wir haben dem Planer unsere Vorstellung mit auf den Weg gegeben“, erläuterte Rodewald. Beim Abwägen der Meinung des Planers und der eigenen Vorstellung müsse man dann Kompromisse eingehen. Wenn ein Angebot eingegangen sei, werde es wieder eine Anliegerversammlung geben, kündigte er an. „Das werden wir offen darlegen.“ Der Bürger fragte daraufhin nach, ob es sich bei dem Angebot um einen Neubau handele. Es gehe um eine Sanierung, antwortete Rodewald. „Wir schauen, was bei dem Angebot herauskommt.“ Die Anregung der Anlieger, einen zweiten Planer mit ins Boot zu holen, sei umgesetzt worden.

Rodewald berichtete, dass bei einer Sanierung eine Schicht auf die Tragschicht aufgebracht würde und eine beidseitige Wasserführung vorgesehen sei. „Das grundlegende Ziel ist es, das Ganze so haltbar und günstig wie möglich zu gestalten“, sagte Ilka Bauke von der Verwaltung.

„Der zweite Planer hat gesagt, dass der Untergrund der Straße augenscheinlich tragfähig ist – ohne Gewährleistung“, erläuterte Rodewald. Auf die Frage eines Bürgers, wie mit dem alten Regenwasserkanal verfahren werden solle, antwortete der Bürgermeister, dass der Kanal voraussichtlich liegen bleiben könne und bis ins Regenrückhaltebecken verlängert werden soll. „Wir werden mit einer Kamera reingehen: Wenn der obere Bereich in Ordnung ist, kann er liegen bleiben.“

Das Dachprofil der Straße soll erhalten bleiben, ergänzte Bernd Meyer (FWD). Die Tragfähigkeit bleibe aber nur erhalten, wenn die Asphaltschicht nicht abgefräst werde, betonte Hans Otto Pape (CDU). Die Zahl der Einläufe bliebe bei der beidseitigen Wasserführung gleich. „Dass es zu 100 Prozent eine Sanierung wird, steht noch nicht fest“, unterstrich Pape. Es müsse abgewogen werden, ob ein Neubau oder eine Sanierung besser sei.

Eine Entscheidung, welche Methode gewählt wird, soll erst nach der Anliegerversammlung gefällt werden, sagte Rodewald. Wenn es eine Sanierung werden sollte, müsse der gültige Ratsbeschluss aufgehoben und neu beschlossen werden. Auch eine neue Ausschreibung sei dann nötig.

Die Anlieger der Straße am Buschfeld hatten im Dezember vergangenen Jahres Unterschriften gesammelt (das IK berichtete): Dabei sollen sich alle 40 angetroffenen Anlieger – zwei Besitzer wohnen in Berlin – gegen einen Neubau in der geplanten Form ausgesprochen haben.

Von Paul Gerlach

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