Fraktionen sehen noch Beratungsbedarf bei Vorhaben und sammeln erstmal Infos

Disc Golf in Hankensbüttel? Es herrscht noch viel Skepsis

Entsteht zwischen dem Bolzplatz und dem Grillplatz in Hankensbüttel ein Disc-Golf-Gelände? Noch liegen nicht so viele Infos dazu vor, sodass die Fraktionen sich noch keine endgültige Meinung gebildet haben. Bei der CDU wird die Idee nach eigenen Angaben „neutral diskutiert“, während beim „Bündnis für Hankensbüttel“ und bei der WIH deutlich die Skepsis überwiegt.
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Entsteht zwischen dem Bolzplatz und dem Grillplatz in Hankensbüttel ein Disc-Golf-Gelände? Noch liegen nicht so viele Infos dazu vor, sodass die Fraktionen sich noch keine endgültige Meinung gebildet haben. Bei der CDU wird die Idee nach eigenen Angaben „neutral diskutiert“, während beim „Bündnis für Hankensbüttel“ und bei der WIH deutlich die Skepsis überwiegt.

Hankensbüttel. Zwischen Bolzplatz und Grillplatz könnten künftig Frisbees fliegen. Ob es tatsächlich so kommt, steht noch in den Sternen. Die Fraktionen im Gemeinderat sehen noch viel Beratungsbedarf.

Zudem gibt es noch nicht genügend Informationen zu dem Vorhaben, sodass sich noch nicht alle eine abschließende Meinung haben bilden können, zeigt gestern eine IK-Anfrage bei den Fraktionen.

Zum Hintergrund: Die Gemeinde Hankensbüttel denkt bekanntlich darüber nach, die Fläche zu einem Disc-Golf-Parcours umzufunktionieren (das IK berichtete). Das Vorhaben soll im nächsten Jahr in der nächsten Sitzung des Jugend-, Senioren-, Kultur- und Sportausschusses der Gemeinde genauer vorgestellt werden. Ein Parcours mit sechs Körben sowie einem Trainingskorb würde etwa 6500 Euro kosten.

„Die Entscheidungsgrundlage ist noch dünn“, betont CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Speitling. So seien die Auswirkungen für den Grillplatz, die Sportvereine und die Schulen im Blick zu behalten. Geklärt werden müsse, ob die Scheiben gelagert werden oder von den Nutzern mitgebracht werden müssen. „Wir betrachten das Disc Golf-Vorhaben nicht isoliert“, betont Speitling. Es solle in das vorgesehene Gesamtkonzept für das Bachtal eingebunden werden. Darüber hinaus gebe es Anregungen seitens des Gymnasiums dazu, etwa mit Blick auf die Schul-AGs. Das Ganze werde „grundsätzlich neutral“ diskutiert, so Speitling. Man lege sich nicht im Vorhinein fest. „Es hat keine runzlige Stirn in der Fraktion gegeben“, betont Speitling die ergebnisoffene Diskussion.

Peter Dietz (Grüne), Fraktionsvorsitzender beim „Bündnis für Hankensbüttel“, fragt sich, ob Disc Golf „die große Attraktion für Hankensbüttel“ und ob eine entsprechende Nachfrage vorhanden ist. Es sei keine Breitensportart. Man müsse den Bedarf ermitteln und sich kundig machen, wo Disc Golf schon länger angeboten werde und wie stark dort die Nutzung sei. Grundsätzlich sei er sehr dafür, die Attraktivität Hankensbüttels zu erhöhen, in Sachen Disc Golf sei er da aber skeptisch. „Es gibt noch zu wenig Infos. Ich lasse mich aber gern vom Gegenteil überzeugen.“

Irmingard Dyszak von der Wählerinitiative Hankensbüttel (WIH) würde das Disc-Golf-Gelände lieber an einer anderen Stelle sehen. Sie sei gegen den jetzt vorgesehenen Platz. „Er ist nicht sehr günstig.“ Denn dort seien Spaziergänger, Camper und ältere Leute unterwegs. „Der Hagen wird immer winziger.“ Sie könne sich eine Kombination der Anlage mit dem geplanten Skaterpark am Schulzentrum vorstellen.

Bei der Sitzung des Jugend-, Senioren-, Kultur- und Sportausschusses in der vergangenen Woche hatte Claudia Schulze (CDU) betont: „Ich bin begeistert, es ist eine Sportstätte für Jung und Alt.“ Die Nutzung sei den ganzen Tag möglich, die Anlage werde „sicherlich gut angenommen“. Schulze: „Die Idee finde ich super.“ Ihr Fraktionskollege Peter Dierks hatte zu bedenken gegeben, dass der zur Verfügung stehende Platz zu klein sei.

Ingrid Wrede (FDP) sprach sich gegen das Projekt aus: „Ich finde das nicht so toll.“ Schließlich könnten die Scheiben geklaut werden. „Wir sollten das Geld lieber für die Vereine verwenden.“ Bei fünf Ja- und zwei Nein-Stimmen hatte das Gremium empfohlen, die 6500 Euro als Haushaltsposten aufzunehmen.

Von Paul Gerlach

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