Ideengeberin Ines Maretzke macht sich für Planung stark

Disc Golf in Hankensbüttel: „Davon können viele profitieren“

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Hankensbüttel soll eine Disc-Golf-Anlage bekommen: Zwischen Bolzplatz und Grillplatz könnten Frisbees fliegen. „Das wird genutzt werden“, sagt Ines Maretzke.

Hankensbüttel – Fliegen in Hankensbüttel zwischen Bolzplatz, Rodelberg und Grillhütte bald Frisbees durch die Luft? Ines Maretzke sagt: „Davon können viele profitieren.“ Die angepeilte Disc-Golf-Anlage überstand die Haushaltsberatungen.

6500 Euro stehen im Etat der Gemeinde für 2019. In diesem Jahr wird daher die Planung angegangen.

Die Lehrerin am Gymnasium macht sich mit Blick auf die Schüler an ihrer Schule, aber auch aus privatem Interesse an der Wurfsportart für das Projekt stark. Sie ist so etwas wie die Ideengeberin für das Ganze und machte nach eigenen Angaben Heinz Gödecke von der Verwaltung auf die Option einer solchen Anlage aufmerksam. Maretzke, die selbst den Parcours in Bremen bespielt hat und auf die Anlage am Tankumsee verweist, ist überzeugt, dass Disc Golf gerade etwas für Orte mit ländlichem Charakter ist. „Im Grünen kann man um Baumgruppen herumspielen. Das sind natürliche Hindernisse.“ Als fortgeschrittener Spieler könne man die Scheiben 100 Meter weit werfen. Am Tankumsee habe sich ein Verein rund um den Parcours gebildet. „Davon träume ich für Hankensbüttel“, sagt Maretzke.

Als großen Vorteil, wenn das Vorhaben zustande kommt, würde die Lehrerin die räumliche Nähe zum Gymnasium ansehen. Es wäre „ein cooles Angebot“ für die Schüler, wenn diese zwischendurch Pausen hätten. Die Sportart gelte als modern und die Jugendlichen würden die Top-Spieler und deren beste Wurfvarianten über die Sozialen Medien verfolgen. Minigolf sei im Vergleich nicht so cool und im Unterhalt teuer.

Maretzke betont, dass es sich um ein Spiel für alle Generationen handelt. „Man kann es auch mit über 60 Jahren noch gut spielen, selbst mit versteifter Wirbelsäule.“ Genauso könnten unter Zehnjährige mitmachen. „Die Einstiegshürde ist klein.“ Ein Einsteigerset koste 20 bis 30 Euro, jede Scheibe 10 Euro.

Maretzke berichtet, dass die Sportfachgruppe am Gymnasium bereits Interesse angemeldet habe. Sie kann sich auch vorstellen, dass die Jugendherberge mitzieht. Die Scheiben könnten im Otter-Zentrum oder im Rathaus vermietet werden. Die 6500 Euro seien der Komplettpreis für den fertigen Parcours – inklusive der Kosten für dessen Design. Es müsse nichts versiegelt werden. „Zudem kann man Disc Golf bei Wind und Wetter spielen.“

Maretzke will nicht verhehlen, dass durch die „nicht ganz weichen Scheiben“ ein Gefahrenpotenzial ausgeht. Aber beim Disc Golf gelte als oberste Regel, dass man nur werfe, wenn man 100-prozentig sicher sei, niemanden zu treffen. „Der Sport kann sensibilisieren und hat einen erzieherischen Charakter.“

VON PAUL GERLACH

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