Gemeinderat lehnt zusätzliche Verkehrsberuhigung in allen Wohngebieten ab

Hankensbüttel und Emmen: Deutliches Nein zu weiteren Tempo-30-Zonen

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In Hankensbüttel und Emmen sollen vorerst keine weiteren Tempo-30-Zonen ausgewiesen werden.

pg Hankensbüttel. Tempo-30-Zonen gibt es in Hankensbüttel bislang zwischen der Uelzener Straße und der Steimker Straße sowie die Zone im Neubaugebiet an der Oerreler Straße.

Der Gemeinderat beschloss jetzt mit großer Mehrheit, dass vorerst keine weiteren Zonen in den Wohngebieten in Hankensbüttel und Emmen hinzukommen sollen.

Reinhard Weißmann (WIH) erinnerte bei der Sitzung am Mittwochabend daran, dass ein Bürger aus dem Franz-Töpel-Weg vor einem halben Jahr einen entsprechenden Antrag gestellt hatte. „Er wünschte sich eine Tempo-30-Zone, da dort zuviel gerast wird“, so Weißmann. Die WIH-Fraktion hatte dann den Antrag auf eine komplette Verkehrsberuhigung in allen Wohngebieten erweitert (das IK berichtete). „Was kann dagegen sprechen, auch die anderen Gebiete auszuweisen?“, fragt sich Weißmann. Es gehe um die Verkehrssicherheit, um eine Wohnumfeld-Verbesserung, bessere Luft – insgesamt um eine bessere Lebensqualität.

Die angepeilten Zonen:

Nördlicher Bereich: Steimker Straße, Lehmkuhlenweg, Olmberg, Gartenweg, Arthur-Müller-Straße, Franz-Töpel-Weg, Käseberg, Zum Schackenteich.

Innerörtlicher Bereich I: Amtsweg, Wiesenweg, Am Hagen, Goethestraße.

Innerörtlicher Bereich II: Mühlenstraße, Schulstraße, Brennerpass, Auestraße, Refardtsweg.

Westlicher Randbereich: sämtliche Straßen nordwestlich der Celler Straße bis zur Straße Thorenkamp.

Ortsteil Emmen: Im Winkel, Am Berge, Raukamp, Am Obstgarten, Birnenweg, Apfelweg, Wiesengrund, Am Bach, Repker Weg, Oerreler Weg, Zum Kluxfeld sowie der gesamte Bereich westlich der Emmer Dorfstraße.

Von Verwaltungsseite aus war betont worden, dass in den dann ausgewiesenen Zonen ein beidseitiges Parken erlaubt ist. Dieser Umstand könne insbesondere im Bereich des Gymnasiums für Probleme sorgen.

Von den Ratsmitgliedern wurden diese fünf weiteren Zonen – jeweils bei nur ein oder zwei Ja-Stimmen – abgelehnt.

Weißmann hatte zuvor betont, dass er durch den geplanten Kita-Neubau an der Hankensbütteler Schulstraße „deutlich mehr Verkehr“ erwarte. Mehr als 100 Kinder würden dann per Auto aus verschiedenen Richtungen dorthin gebracht. Bürgermeister Dirk Köllner unterstrich, dass in Tempo-30-Zonen „wildes Parken“ auf beiden Straßenseiten erlaubt sei. In Wohngebieten könne man meist ohnehin nicht schneller als Tempo 30 fahren. Die Kinder seien bereits zum jetzigen Zeitpunkt schon an verschiedenen Standorten in Hankensbüttel. „Sie sind schon da“, sagte Köllner zu Weißmanns Argument.

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