Gemeinde Steinhorst plant Übernahme / Ehemalige Kneipe an Metzinger Straße verfällt

„Der Schandfleck muss verschwinden“

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Das Gebäude steht seit Jahren leer, ein Teil des Daches der ehemaligen Gastwirtschaft ist bereits eingestürzt.

Steinhorst. Die Gemeinde Steinhorst möchte die Infrastruktur weiter ausbauen und etwas für die Verschönerung des Ortsbildes tun. Besonders ins Auge stößt da die ehemalige Gastwirtschaft, das so genannte „Weiße Haus“ gegenüber des Hauses der Gemeinde.

Wilhelm Hasselmann

„Dieser Schandfleck muss verschwinden“, sagt Steinhorsts Bürgermeister Wilhelm Hasselmann im IK-Gespräch. Die Gemeinde möchte das leerstehende Gebäude übernehmen und dann abreißen lassen. Die möglichen Kosten schätzt Hasselmann auf rund 50 000 Euro. Vorstellen kann sich der Bürgermeister, dort erst einmal eine Grünfläche anzulegen. Ob die Staßeneinmündungen der Celler Straße und der Metzinger Straße, die an der ehemaligen Gastwirtschaft zusammentreffen, neu gestaltet werden, darüber müsse sich der Rat noch Gedanken machen. Nachdenken will der Rat auch darüber, wie die Anbindung an die Nachbargemeinden verbessert werden kann.

Eine Aufgabe für das neue Jahr ist die Verschönerung des Dorfes. Da sei die Eigeninitiative der Bürger gefordert, macht der Bürgermeister deutlich. Die sollen natürlich in die Planung eingebunden werden.

Als gelungenes Beispiel für die Verbesserung der Infrastruktur bezeichnet Hasselmann die Ansiedlung eines praktischen Arztes im Juli vergangenen Jahres (das IK berichtete). Die Starthilfe der Gemeinde in Höhe von 50  000 Euro sei gut angelegtes Geld, sagt Hasselmann. Denn nun sei die ärztliche Versorgung in Steinhorst mit einem Allgemeinmediziner und einem Zahnarzt gesichert. Das gelte auch für den Erhalt der Apotheke. Die ärztliche Versorgung sieht Hasselmann auch als ein Stück Sicherung der Lebensqualität, insbesondere für ältere Menschen. Die könnten allein zum Arzt gehen, ohne mit dem Bus in Nachbarorte fahren zu müssen. Denn die Busverbindung sei bekanntermaßen nicht gerade optimal.

„Die Gemeinde ist bereit, Gewerbebetriebe im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen und bei der Ansiedlung zu helfen“, macht der Bürgermeister deutlich. Ziel sei es, Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen.

Wichtig ist auch die Ansiedlung von neuen Bürgern. Hier hält die Gemeinde derzeit 14 Grundstücke in einer Größe von 750 bis 850 Quadratmetern vor. „Der Quadratmeterpreis liegt weit unter 30 Euro“, sagt der Bürgermeister und weist darauf hin, dass die Gemeinde ansiedlungswilligen Eltern pro Kind einen Bonus von 2000 Euro zahlt.

Die Gemeinde werde auch weiterhin die Vereine und Verbände unterstützen. Dies sei ein wichtiger Beitrag zur Förderung des Ehrenamtes. „Solange es Vereine gibt, existiert ein intaktes Dorfleben“, ist Hasselmann überzeug.

Die Gemeinde verfolge eine solide Haushaltspolitik und hat nur geringe Schulden. Der Bürgermeister geht davon aus, dass man dieses Jahr eine „schwarze Null“ schreiben werde. In den vergangenen Jahre seien mehr als 200  000 Euro an Schulden abgetragen worden.

Über die weiteren Pläne der Gemeinde wird das IK noch berichten.

Von Walter Manicke

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