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„Den anderen respektieren“

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Beate Harms eröffnete gestern Nachmittag die Ausstellung zu Europa im Hankensbütteler Rathaus.

Hankensbüttel - Von Sabine Peter. „Wir in Europa“ ist das Thema der Ausstellung, die gestern Nachmittag im Weber-Zimmer des Hankensbütteler Rathauses im Rahmen des Jubiläumswochenendes zur Städtepartnerschaft eröffnet wurde. Französische Gäste aus der Partnerstadt Le Mesnil und interessierte Hankensbütteler hatten sich zusammengefunden, während eine andere Gruppe den Luftkurort erkundete.

Die Ausstellung liefert zahllose Fakten, Zahlen und Informationen über die Europäische Union, Europa und selbstverständlich auch Frankreich. Hankensbüttels Bürgermeisterin Beate Harms ging denn auch gleich auf das Thema der Ausstellung ein. In der Präambel der EU-Charta stehe, dass „die Völker Europas entschlossen sind, auf der Grundlage gemeinsamer Werte eine friedliche Zukunft zu teilen“. Und das passe nur zu gut zur Städtepartnerschaft, die ihren 25. Geburtstag feiert.

„Jeder muss den anderen respektieren, so wie er ist“, interpretierte Harms das Motto der EU „In Vielfalt geeint“. Europa in einem Staatenbündnis zu vereinen – ein kostenintensives Unterfangen, führte die Bürgermeisterin aus. Allerdings sei auch Hankensbüttel bei der Sanierung des Mahnmals in den Genuss von EU-Geldern gekommen. Erwähnung fanden auch die beiden Väter der europäischen Einigung: Geschäftsmann Jean Monnet und der französische Außenminister Robert Schumann.

Harms dankte dem Vorsitzenden des Arbeitskreises, Lutz Petzold, sowie Heribert Klose, der verstärkt an der Vorbereitung beteiligt war, Ulrich Willier von der Medienwerkstatt Isenhagener Land, Beatrice Lajoye für den Umfrage-Film und Dr. Günter Dickmann, der an der Festschrift mitgewirkt hat. Ein besonderer Dank galt Verwaltungsmitglied Ira Tolstichin, die „Kilometer gelaufen“ sei, um die Feier samt Festschrift und Ausstellung zu organisieren.

Im Weber-Zimmer waren Geschenke ausgestellt, die Hankensbüttel während der vergangenen 25 Jahre von seinen französischen Freunden erhalten hat. Ein Präsent kann allerdings nur draußen betrachtet werden. 1985 wurde auf der Rasenfläche vor dem Weber-Zimmer eine Platane gepflanzt. Ein Jahr zuvor war in Le Mesnil eine Buche aus Deutschland gepflanzt worden.

Willier zeigte einen Film zu einer Umfrage, die die Zuschauer zum Nachdenken und Schmunzeln anregte. Beatrice Lajoye hatte in Le Mesnil Bürger zur Städtepartnerschaft befragt. Dasselbe taten Schüler des Gymnasiums in Hankensbüttel. Die Antworten waren unterschiedlich: mal Ahnungslosigkeit, mal Unterstützung. Es gebe noch zu wenige Begegnungen, und die Partnerschaft sei hilfreich für junge Menschen und den Aufbau in Europa, waren Meinungen der Befragten.

Hanna Müller an der Querflöte und Luis Reisewitz (Bratsche) von der Privaten Musikschule Roger Burmeister begleiteten die Feierstunde mit zwei Duetten von Johann Sebastian Bach.

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