Menschen werden immer älter / Gemeinde Dedelstorf will gegensteuern / Gespräche mit Samtgemeinde geplant

Demografischer Wandel bereitet Sorgen

Eine der Straßen in der Gemeinde Dedelstorf, die dringend saniert werden müsste, ist die Straße Bauernende in Weddersehl. Da nur die Fahrbahn erneuert werden soll, entstehen für die Anlieger keine Kosten. Foto: Manicke

Dedelstorf. Nicht ohne Stolz unterstreicht Bernd Rodewald, dass die Gemeinde Dedelstorf schuldenfrei ist und über ein solides Finanzpolster in Höhe von rund 200 000 Euro verfügt. Das soll auch so bleiben, unterstreicht der Bürgermeister der Gemeinde Dedelstorf.

Bernd Rodewald

Der Weddersehler, der nach der Kommunalwahl das Amt von Klaus Knühmann (CDU) übernahm, macht aber deutlich, dass sein Vorgänger und der alte Rat so gut gewirtschaftet hätten. Der neue Rat will das auch so halten und nur das Geld ausgegeben, das man zur Verfügung habe, versichert Rodewald im IK-Gespräch. Der neue Haushalt werde wie in den Vorjahren auch ein Volumen von rund 1 Million Euro haben. Doch genaues könne man erst sagen, wenn die Zahlen für den Haushalt 2012 vorliegen würden. Wegen der Umstellung auf die neue Buchführung, die Doppik, verzögere sich das etwas. Rodewald (Freie Wählergemeinschaft Dedelstorf) geht davon aus, dass die Zahlen Anfang Februar vorliegen und dann intern im Rat beraten werden können.

Als dringend bezeichnet Rodewald die Sanierung von zwei Straßen: Buschfeld in Langwedel und Bauernende in Weddersehl. Der Rat will versuchen, für die Sanierung Fördermittel zu beantragen. Die Fahrbahnen der beiden Straßen müssen dringend saniert werden, macht Rodewald deutlich. Da keine Fußwege gebaut werden sollen, entstehen für die Anlieger auch keine Kosten.

Auch die Straßenunterhaltung in der Gemeinde genießt Priorität. Ziel sei es, die Straßen in relativ gutem Zustand zu halten, sie ordentlich zu sanieren, denn nicht alle Straßen könnten erneuert werden.

Ein weiteres Thema, das den Rat in diesem Jahr beschäftigen wird, ist die Windkraft. Auch die Gemeinde begrüße den weiteren Bau von Windkraftanlagen. Der Bürgermeister kann sich vorstellen, den Windpark in der Gemarkung Weddersehl zu erweitern. „Die Pläne sollen im Einklang mit der Bevölkerung umgesetzt werden“, ist sich der Bürgermeister mit den Bürgermeistern der anderen Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Hankensbüttel und dem Samtgemeindebürgermeister einig. Bereits der alte Rat habe festgelegt, dass die Entfernung von der Weddersehler Ortsbebauung bis zum Windpark mindestens 1200 Meter betragen soll.

Probleme bereitet der Gemeinde der demografische Wandel. Wie man den in den in den Griff bekommen, darüber müsse der Rat intensiv nachdenken. Man sehe immer mehr leerstehende Immobilien. Die Menschen würden immer älter und in den kleineren Orten gebe es keinen Zuzug. Ein großes Problem sei, dass es keine Einkaufsmöglichkeiten, keinen Bäcker, keine Schule und auch keinen Arzt gebe. Man wolle sich mit Vertretern der Samtgemeinde Hankensbüttel und der Stadt Wittingen zusammensetzen und überlegen, was zu tun könne, um das Problem in den Griff zu bekommen.

Auch künftig werde man die Vereine und Verbände unterstützen. Vereine seien wichtig für das Dorfleben, sie würden junge Leute aufnehmen und sie integrieren, macht der Bürgermeister deutlich. Nachdrücklich plädiert Rodewald für den Erhalt der kleinen Feuerwehren.

Von Walter Manicke

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