Richard Uwe Kraus erklärt Verzicht

Dedelstorfer Bürgermeister-Kandidat zieht zurück

Richard Uwe Kraus (r., parteilos) aus Langwedel und Dominik Spengler (Grüne) aus Weddersehl.
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Überraschende Wendung kurz vor der konstituierenden Sitzung: Richard Uwe Kraus (r., parteilos) aus Langwedel steht nun doch nicht als Dedelstorfer Bürgermeister zur Verfügung. Seine Kandidatur, die er am Jahresanfang auf der CDU-Liste angekündigt hatte, zieht er zurück. Im Gemeinderat will er jetzt eng mit Dominik Spengler (Grüne) aus Weddersehl zusammenarbeiten.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Dedelstorf – Dieser Schritt kommt überraschend: Richard Uwe Kraus (parteilos) aus Langwedel steht nicht mehr als Bürgermeister-Kandidat zur Verfügung. Kurz vor der konstituierenden Sitzung des Dedelstorfer Rates am Mittwoch erklärte Kraus seinen Verzicht: Er führt „parteipolitische Einflüsse und persönliche Befindlichkeiten“ als Gründe für seine Entscheidung an. Bürgermeisterin Ulrike Bührke zeigte sich am 12. November auf IK-Anfrage von dem Rückzug „überrascht und ein bisschen enttäuscht“. Auch wenn sie die Gründe nicht genau nachvollziehen könne, sei Kraus’ Entschluss aber zu respektieren.

Der Kandidat sagt, dass er mit seiner Vorstellung der „basisdemokratischen Politik in Dedelstorf“ gescheitert sei. Er sieht seine Ideen für die künftige Zusammensetzung des Rates und der Ausschüsse oder für die generelle Vorgehensweise nicht berücksichtigt. Aufgrund „vieler Unwegsamkeiten“ sehe er eine vertrauensvolle Zusammenarbeit „in einigen Bereichen als gestört“ an.

Auch für den Verwaltungsausschuss steht Kraus nicht zur Verfügung. Er will nun im Rat mit Dominik Spengler (Grüne) eng zusammenarbeiten, den er sich als stellvertretenden Bürgermeister gewünscht hätte.

Zuletzt hatte sich der Gemeinderat – nach vielen Gesprächen zwischen den acht „neuen“ und drei „alten“ Mitgliedern – auf den Weg gemacht, sich ohne Fraktions-/Gruppenbildung aufzustellen und somit als Einheit aufzutreten. Kraus, ein Vertreter und Förderer dieser Herangehensweise, sieht dies – anders als etwa Bührke – als nicht erfüllt an. Wie es in Sachen Bürgermeister-Posten nun ausgeht, ist unklar. Bührke sagte auf IK-Nachfrage, dass sie – wenn es andere Kandidaten-Alternativen geben sollte – sich nicht zur Wahl stellen werde. Sollte sich niemand anderes bereiterklären, stehe sie aber zur Verfügung.

• Wie es personell in der Gemeinde Dedelstorf weitergehen wird, wird am Mittwoch, 17. November, entschieden. Der Rat konstituiert sich bei einer öffentlichen Sitzung ab 19 Uhr im Hotel Dierks in Repke. Die neuen Ratsleute werden verpflichtet und es wird in Sachen Fraktions-/Gruppenbildung entschieden.

Neben der Bürgermeisterwahl und der Bestimmung der Stellvertreter werden auch die Fachausschüsse und sondergesetzlichen Ausschüsse gebildet. Der allgemeine Stellvertreter der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters wird beauftragt und die Vertreter in sonstigen Gremien, Verbänden und Vereinen gewählt. Weitere Punkte auf der Agenda: der Beschluss darüber, ob die Geschäftsordnung vorläufig weiterhin gelten soll, die Bildung des Verwaltungsausschusses und eine Einwohnerfragestunde am Ende.

Aufgrund der Corona-bedingt beschränkten Zuhörerzahl ist eine Anmeldung unter (05832) 8344 nötig, außerdem das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung.

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