1. az-online.de
  2. Isenhagener Land
  3. Hankensbüttel

„Davor muss man den Hut ziehen“

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

null
Ungewohnter Anblick – Seducer in Abendgarderobe: Frontmann Timme bei einem Auftritt im Quasimodo. Foto: Archiv

Schweimke. Die Schweimker Band „Seducer“ blickt auf zehn Jahre Bandgeschichte zurück. Von den Rockern dürfte nach zahlreichen Auftritten im vergangenen Jahrzehnt wohl schon fast jeder in der Gegend gehört haben. Thorsten „Timme“ Dierks (Gesang), David „Dave“ Evang (Gitarre), Dennis „Gennis“ Henson (Gitarre) und Stefan „Toff“ Dierks (Bass) wollen es am Wochenende richtig krachen lassen.

Denn am Sonnabend, 28. Mai, beginnt um 19.30 Uhr im Schützenhaus Schweimke die Party zu zehn Jahren Seducer. Im IK-Interview der Woche berichtet Thorsten Dierks aus zehn Jahren Seducer-Geschichte – „Schönen Gruß an die Fans!“.

IK: In den letzten Monaten war es etwas still um die Band geworden. Was war los?

Thorsten Dierks: Das stimmt wohl. Wir haben uns von unserer Keyboarderin und unserem Schlagzeuger getrennt. Die Band musste sich deshalb erstmal neu sortieren und orientieren.

IK: Ein kleiner Neuanfang nach zehn Jahren also. Wie hat denn ursprünglich alles mal angefangen?

Dierks: Mein Bruder und ich haben zuerst bei „Tempest“ gespielt. Die beiden Gitarristen bei einer anderen Band. Bei einer Rocknacht in Schweimke haben wir uns kennen gelernt und haben ein bisschen zusammen gejamt. Damit ging’s los mit Seducer.

IK: Spielen Seducer noch in der Originalbesetzung seit der Gründung?

Dierks: Bis auf den Schlagzeuger präsentiert sich die Besetzung heute wie vor zehn Jahren. 2009 verließ der Schlagzeuger die Band, das war die erste personelle Veränderung. Jetzt sind wir zu viert aufgestellt.

IK: Gibt’s denn nach zehn Jahren Bandgeschichte eine eingefleischte Fangemeinde?

Dierks: Im Gifhorner Raum gibt es viele, die man bei Konzerten oft sieht. Vor so viel Treue der Fans muss man den Hut ziehen. Aber auch hier in der Gegend um Schweimke haben wir treue Anhänger.

IK: Bei Seducer-Konzerten hat man den Eindruck, dass alterstechnisch mehrere Generationen vertreten sind.

Dierks: Das stimmt. Das Alter unserer Konzert-Besucher dürfte zwischen 18 und 48 liegen.

IK: Heavy Metal ist also eindeutig nicht nur bei den Jugendlichen angesagt.

Dierks: Das ist auch kein Wunder. Die härtere Musik gibt es schließlich schon seit 40 Jahren. Wer damit aufgewachsen ist, hört die Musik dann auch oft heute noch. Bei Unplugged-Konzerten geht der Altersdurchschnitt aber noch mal nach oben. Wir spielen allerdings nicht ausschließlich Heavy Metal, da ist auch Hard Rock dabei und andere Einflüsse.

IK: Was hören Seducer denn privat?

Dierks: Das geht privat etwa in die gleiche Richtung wie auf der Bühne. Ich mag aber auch gern progressiven Metal, mit Anspruch.

IK: Was war für Seducer das größte Event?

Dierks: Das war 2009 eine Tour zusammen mit der amerikanischen Band Jon Oliva’s Pain (ex-Savatage). Wir waren auf einem Teil ihrer Welttournee dabei. Wir spielten unplugged in Österreich, Frankfurt und Dortmund.

IK: Wer hat die Ideen für die Seducer-Titel?

Dierks: Die Songideen kommen aus der Gitarrenfraktion, die Texte sind von mir. Man pfeift ab und zu Sachen vor sich hin, irgendwann muss das dann musikalisch raus.

Von Sabine Peter

Auch interessant

Kommentare