22 Anmeldungen zur Eröffnung

Corona-Testzentrum im Steimker Schützenhaus ist nun in Betrieb

Olaf Lilje (v.l.), Vorsitzender des Schützenvereins Steimke, Testzentrum-Mitarbeiter Raduen Mhammdi, Landrat Dr. Andreas Ebel und der Hankensbütteler Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel.
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Olaf Lilje (v.l.), Vorsitzender des Schützenvereins Steimke, Testzentrum-Mitarbeiter Raduen Mhammdi, Landrat Dr. Andreas Ebel und der Hankensbütteler Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel freuten sich über die Eröffnung des Corona-Testzentrums im Steimker Schützenhaus.
  • Paul Gerlach
    vonPaul Gerlach
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Steimke – Schneller Test, schnelles Ergebnis: Nach einer Viertelstunde hat man Gewissheit und der Pandemie ein wenig den Schrecken genommen. Nach einem Beschluss des Landes Niedersachsen kann sich jeder einmal wöchentlich kostenlos auf das Corona-Virus testen lassen. Seit Sonnabend ist das auch in Steimke möglich. Im dortigen Schützenhaus wurde für die Samtgemeinde Hankensbüttel ein eigenes Testzentrum eingerichtet.

„Es ist schon das zehnte Testzentrum im Landkreis“, stellte Landrat Dr. Andreas Ebel bei der Eröffnungszeremonie fest. „Wir haben inzwischen in sechs Gebietseinheiten mindestens ein Testzentrum eingerichtet. Weitere sind in Planung, sodass das Angebot für alle Bürger im gesamten Landkreis stetig ausgebaut wird.“ Das Ziel sei es, in jeder Samtgemeinde eines oder sogar mehrere Testzentren vorzuhalten, hielt der Landrat am Samstag fest. „Je mehr Möglichkeiten es gibt, sich kurzfristig testen zu lassen, desto besser können Infektionen frühzeitig erkannt werden.“

Erfreut zeigte sich auch Hankensbüttels Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel. „Die Einrichtung des Testzentrums ist ein großer Gewinn für unsere Bürger. Mit dem Corona-Schnelltest-Zentrum Wolfsburg haben wir einen zuverlässigen und erfahrenen Betreiber gefunden.“

Seinen besonderen Dank richtete Taebel an den Schützenverein Steimke, der sein Schützenhaus zur Verfügung stellt, aber dafür keine Mietkosten erhebt und lediglich vom Betreiber anteilig die laufenden Betriebskosten erstattet bekommt. „So wünscht man sich Gemeinschaftlichkeit“, lobte der Verwaltungs-Chef das Engagement des Vereins. Er überreichte dem Vorsitzenden Olaf Lilje und dem Testzentrums-Mitarbeiter Raduen Mhammdi etwas Süßes als symbolisch gedachtes Geschenk.

Unterstützung sagte Lilje weiterhin zu. „In der Bekämpfung der Pandemie geht es nur vorwärts, wenn alle mitmachen. Unser Schützenhaus ist unser Beitrag, dass es weitergeht. Wir stellen das Haus gern zur Verfügung.“

Ganz oben auf der Liste der insgesamt 22 Anmeldungen zum Eröffnungstag stand Lilje, der sich nach Einführung durch Mhammdi in das Einbahnsystem testen ließ. Im Schutzanzug nahm Zentrums-Mitarbeiterin Gabi Weiß den Abstrich vor. Der verwendete Antigen-Schnelltest ist von den dafür zuständigen staatlichen Stellen (Paul-Ehrlich-Institut und Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) zugelassen.

Für Schützen-Chef Lilje hieß es dann abwarten. Wie auch für den Samtgemeindebürgermeister, der eine freie Zeit zum Testen nutzte. Nach 15 Minuten hatten dann beide das digitale Ergebnis über die PassGo-App auf ihrem Handy: negativ!

Im Falle eines positiven Testergebnisses sei das aber zunächst kein Grund zur Beunruhigung, kein Beleg für eine Infektion mit dem Corona-Virus, so Mhammdi, weil es immer noch eine beachtliche Fehlerquote gäbe. Daher müsse jedes positive Ergebnis durch einen PCR-Test überprüft werden.

„Diesen Test können wir hier auch vor Ort durchführen“, sagt Mhammdi. „Vorausgesetzt, die Person ist noch anwesend. Dann wird an separater Stelle ein gesonderter Abstrich gemacht und das Gesundheitsamt unterrichtet.“ Die positiv getestete Person muss sich sofort in häusliche Quarantäne begeben und den Hausarzt kontaktieren.

Getestet wird in Steimke dienstags und donnerstags von 15 bis 18 Uhr sowie sonnabends zwischen 12 und 18 Uhr. „Man kann auch ohne Anmeldung zum kostenlosen Test vorbeikommen“, so Mhammdi. In jedem Fall sei aber der Personalausweis mitzubringen, denn die Kontaktdaten müssen stimmen. Sie sind das A und O des Testablaufes. „Die sollte aber jeder schon aus eigenem Interesse richtig angeben“, betonte Taebel.

Neben den jetzt bestehenden zehn Testzentren bieten im Landkreis derzeit weiterhin 49 Hausarztpraxen und acht Apotheken kostenlose Schnelltests für alle Bürger an.

(von Ulrich Bleuel)

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