Hankensbüttel und Steinhorst: Platzbedarf bei Hauptschule und im Kita- und Krippenbereich

Container-Lösungen sollen her

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Für die Samtgemeinde Hankensbüttel wird es eng und die Zeit drängt. Der Schul- und Kitaauschuss empfahl in seiner letzten Sitzung die Anschaffung von Containern für die Wiethornschule, die Kita am Fillergrund und für die Steinhorster Krippe.

Hankensbüttel/Steinhorst. Die Zeit drängt: Daher sollen jetzt Container-Lösungen her.

Ob es um die Erweiterung der Hankensbütteler Hauptschule (Wiethornschule), die Platzkapazitäten im Kita-Bereich im Luftkurort oder um eine geplante neue Krippe in Steinhorst geht – in allen drei Fällen empfahl jetzt der Schul- und Kitaausschuss einstimmig an den Samtgemeinderat, dass die Ausschreibung von geeigneten Containern zu Mietzwecken veranlasst werden soll. Die erforderlichen Mittel sollen im Nachtragshaushalt 2018 oder, falls nötig, überplanmäßig bereitgestellt werden.

Die Hauptschule hatte am 31. August einen Antrag auf Erweiterung des Schulgebäudes gestellt. Dieser wurde bereits in den Gremien beraten (das IK berichtete). Daraufhin war ein Arbeitskreis eingesetzt worden, der sich mit dieser Problematik befasste. Nach zwei Sitzungen war der Tenor, dass das Platzproblem durch Zusatzräume in Form von Schulcontainern zu lösen ist. Diese sollen zeitnah per Miete bereitstehen. Es ist eine Lösung für fünf Jahre, danach muss etwas Neues her, eine Verlängerung ist nicht möglich. Die Preise für einen Kauf reichen von 50 000 bis 100 000 Euro (wobei das günstigste Angebot laut Patrick Dammann von der Verwaltung die Anforderungen nicht erfüllt), die Angebote zur Miete pendeln sich bei rund 50 000 Euro ein. Dabei entstehen noch Kosten für den Transport und die Herrichtung. Eine Anmietung kann der Samtgemeindeausschuss kurzfristig vergeben. Ziel ist es, zum 1. August die Kapazitäten zu schaffen.

Das gilt auch für den Kita-Bereich im Luftkurort, wo nach DRK-Angaben die Betreuungsplätze am Fillergrund ab dem 1. August nicht mehr ausreichen. Es würden bereits jetzt – ohne noch zu erwartende Anmeldungen – fünf bis sieben Plätze fehlen. Der geplante Kita-Neubau an der Schulstraße verzögert sich bekanntlich. Abzusehen sei auch schon, dass spätestens ab dem 1. Januar 2019 zehn Plätze für die Betreuung der Kinder über drei Jahre fehlen. Der Mehrbedarf an Kindergartenplätzen ist laut DRK auch für die Folgejahre zu erwarten.

Auch in diesem Fall ist das Aufstellen einer Container-Anlage für vorerst anderthalb bis zwei Jahre – bis zur Fertigstellung der Kita an der Schulstraße – geplant. „Diesem Bedarf müssen wir zwingend nachkommen“, sagte der Ausschussvorsitzende Thomas Sordel (SPD). Denise Pesel (CDU) stimmte ihm zu: „Die Plätze müssen geschaffen werden, sonst könnten die Eltern klagen.“

Der genaue Standort ist noch unklar, könnte laut Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel aber genau zwischen Kita und Krippe passen. Die ohnehin schon nicht einfache Parksituation und die enge Zufahrt am Fillergrund, etwa im Falle eines Notfalles, müssen dabei bedacht werden. Dazu sollte es auch eine Ortsbegehung und eine Abstimmung mit Polizei und Feuerwehr geben, forderte Peter Dietz (Grüne).

Die drei eingereichten Angebote zur Miete liegen bei etwa 1500 Euro monatlichen Nettokosten, die einmaligen Kosten reichen von knapp 6300 bis 24 500 Euro. Laut Marion Wallmann-Dreyer, Leiterin der DRK-Kita Hankensbüttel II, würden nach einer solchen Anmietung insgesamt 200 Kinder am Fillergrund betreut. Neue Gruppen würden zudem neues Personal nötig machen.

Steinhorst braucht eine neue Krippe, denn es fehlen ab dem 1. August mindestens zehn Plätze. Eine Container-Lösung zur Miete an der Kita gilt als Mittel der Wahl, so der Tenor im Ausschuss. Zunächst als Übergangslösung für zwei Jahre. Die Einrichtung einer Krippengruppe im Haus der Gemeinde fiel raus. Die Verwaltung hatte dafür Kosten von rund 46 200 Euro ermittelt. „Dies bezweifeln wir, da es mehr kostet als geplant, wenn man ein altes Gebäude anfasst“, sagte Pesel. Container gelten als die günstigere, im Vergleich zu einem Altbau sichere und damit als die insgesamt bessere Variante – auch aufgrund der Nähe zum Kindergarten. Die jährlichen Nettokosten reichen von rund 12 600 bis knapp 21 600 Euro, die einmaligen Kosten von etwa 3800 bis 20 360 Euro. Zeitlich soll die Aufstellung bis zum 1. August laut Auskunft von zwei der drei angefragten Firmen möglich sein. Die Nettokostenschätzung für einen Anbau an die Kita Steinhorst, der bis zum 1. August nicht mehr zu schaffen ist, beläuft sich auf etwa 350 000 Euro.

Von Paul Gerlach

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