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Christian Hawellek ist neuer Präsident

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Der Vorstand mit den geehrten Schützenbrüdern und Schützenschwestern.  Fotos: Schwuchow
Der Vorstand mit den geehrten Schützenbrüdern und Schützenschwestern. Fotos: Schwuchow

Hankensbüttel. Mit einer bemerkenswerten und ansprechenden Jahreshauptversammlung startete die Hankensbütteler Schützengesellschaft am Sonnabend im Schützenhaus in ein für sie historisches Jahr.

Zum einen steht das 350-jährige Jubiläum in diesem Jahr auf dem Programm, zum anderen wählten die 113 Mitglieder an dem Abend einen neuen ersten Vorsitzenden. Nach zwölf Jahren in seinem Amt als erster Vorsitzender stellte sich Ingo Tacke für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung. Er wolle Platz machen, für einen Jüngeren, gab er als Grund für seine Amtsniederlegung an. Seine Nachfolge übernimmt Christian Hawellek. Die Mitglieder wählten ihn ohne Gegenstimme zu ihrem neuen Präsidenten. Souverän wie sein Vorgänger in Wort und Gestik bedankte er sich für dieses Vertrauen.

Die Verabschiedung seines Vorgängers an diesem Abend dürfte auch ihn beeindruckt haben. Mit der schweren Melodie von Highland Cathedral aus den Instrumenten des ortseigenen Spielmannzuges, dem stehenden Applaus mit Wunderkerzen der Kameraden im abgedunkelten Saal und eine würdige Abschiedslaudatio vom Vorstandskollegen Jörg Bürmeister erzeugten eine emotionale Atmosphäre mit Stil.

Er hat dem Verein mehr als gut getan und sein größter Verdienst in den zwölf Jahren seiner Amtszeit, die komplette Sanierung des Schützenhauses, wird später sicherlich einmal in den Annalen des Vereinsbuches stehen. Aber auch in der Führung hat er den Verein disziplinarisch auf Kurs gehalten. Das „Wir“ wurde von ihm gefördert und gelebt kann man sagen, wenn man alle Aussagen des Abends zusammenfässt.

Der zweite große Höhepunkt für den Verein kommt erst noch. Im Sommer feiert die Schützengesellschaft ihr 350-jähriges Jubiläum. Und das hat es in sich. Einen Vorgeschmack auf das, was da kommt, gab der an diesem Abend wiedergewählte Schriftführer Jörg Burmeister zum Besten. In Stichworten heißt das: Großer Ummarsch durch den Ort mit 1500 Gästen, Zapfenstreich, Konzert des Heeresmusikchors I, Marsch- und Konzertmusik mit der Blasmusik aus Weißensee, großes Zelt am Schulzentrum mit Musik von „The Mates“ und noch viel Vorbereitung bis zum Schützenfest im Juli. Das kostet natürlich Geld. Mehr Geld als die Vereinskasse zurzeit hergibt. Daher beschloss die Gesellschaft für dieses besondere Ereignis eine einmalige Gebührenanhebung von zehn Euro.

Wie es sich gehört für eine Jahreshauptversammlung gab es auch viele Danksagungen und Ehrungen. Eine lag dem scheidenden Präsidenten besonders am Herzen. Die Übereichung der silbernen Präsidentennadel des NSSV an seinen Schatzmeister Lothar Seebers, die wollte sich Tacke vor seiner Amtsniederlegung nicht nehmen lassen.

Wie gut ein Verein harmoniert, zeigt sich immer dann, wenn etwas passiert, was nicht auf der Tagesordnung steht. Zum Beispiel wenn das Mikrofon versagt, so wie an diesem Abend und der Präsident seine Rede unterbrechen muss, um neue Batterien zu holen. Ohne Anweisung von oben übernahm der Spielmannzug das Zepter und nutzte diese kleine Panne, um sein musikalisches Können zu präsentieren. Und das machte er richtig gut, denn alle genossen sichtlich die kleine ungeplante Unterbrechung. Selbst der Präsident, der die Batterien schneller wechselte als das Stück lang war, ließ die Spielleute ausspielen, so als wäre es vorgesehen. Mit diesem Selbstverständnis im Verein kann das Jubiläum nur ein Erfolg werden.

Von Andreas Schwuchow

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