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Castor-Polizisten in der Kaserne

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Küchencontainer stehen auf dem Gelände der ehemaligen Bundeswehr-Kaserne in Dedelstorf, in die am kommenden Montag die ersten Bundespolizisten einziehen, die den Castor-Transport schützen sollen. © Frankewitsch

Dedelstorf. Der 13. Castor-Transport in der Gorleben-Geschichte soll am 24. November in Valogenes, dem Verladebahnhof bei La Hague in Frankreich, auf die Reise gehen.

Am Wochenende darauf soll der Zug von Lüneburg aus nach Dannenberg und von dort aus weiter ins Zwischenlager Gorleben rollen.

Dieser Transport in den Nachbarkreis Lüchow-Dannenberg hat auch Auswirkungen auf das Isenhagener Land – einmal abgesehen von möglichen Protestaktionen. Für die Zeit des Transportes wird die ehemalige Bundeswehr-Kaserne in Dedelstorf wieder bewohnt sein. Untergebracht werden dort wie in den Vorjahren Polizeibeamte aus den Bundesländern Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

Derzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, um die Unterkünfte herzurichten, erklärt Michael Redmann von der Polizeidirektion Braunschweig, auf Nachfrage des IK. Wie viele Bundespolizisten dort einziehen werden, will Redmann allerdings nicht verraten. Nur so viel: Die Unterkunft wird ausgebucht sein, wie in den Vorjahren.

Genutzt wird die ehemalige Bundeswehr-Kaserne seit zehn Jahren für die Unterbringung von Bereitschaftspolizisten aus verschiedenen Bundesländern, die den Castor-Transport schützen sollen. An die 1500 Beamte können in der Kaserne untergebracht werden.

Vermutlich wird es das letzte Mal sein, dass die Unterkunft für die Zeit der Castor-Transporte genutzt wird, denn den Mietvertrag hat die Polizeidirektion für Mitte nächsten Jahres gekündigt, verrät Redmann. Bis dahin wird auch der Rückbau erfolgen. Das Mobiliar, Betten, Tische und Schränke, werden ausgeräumt und die Küchen wieder ausgebaut. Entweder werden sie verkauft oder in den nördlichen Bereich Niedersachsens geschafft, sagt Redmann.

Bis es so weit ist, werden die Küchen nochmals genutzt, um die Polizeibeamten zu verpflegen. Die Köche der Polizei werden dabei von rund 60 zivilen Kräften, die auf dem freien Arbeitsmarkt angeworben wurden, unterstützt. „Der wirtschaftliche Faktor für die Region ist auch nicht zu unterschätzen, denn die Verpflegung wird in der Region eingekauft“, versichert Redmann.

Am kommenden Montag, 21. November, werden die Vorauskommandos der Polizeibeamten aus den verschiedenen Bundesländern die Kaserne beziehen und alles für den Einzug ihrer Kollegen vorbereiten.

Bis dahin wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass die Unterkünfte bezugsfertig sind. Aufgestellt sind bis dahin auch die 43 Sanitär-Container mit Duschen und WC-Einrichtungen. Sogar Bodenbeleuchtung haben die Container. Sie sind neuwertig und das „Feinste vom Feinsten“, schwärmt Michael Redmann.

Von Walter Manicke

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