„Eine tolle Aufbauleistung“

Butiru-Projekt: Elisabeth Mwaka erhält Bundesverdienstkreuz für Engagement

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Das Bundesverdienstkreuz als Auszeichnung für ihren jahrzehntelangen Einsatz: Trägerin Elisabeth Mwaka (Mitte) und links daneben ihr Ehemann Erasmus prägen zusammen das Erscheinungsbild und die weitere Entwicklung in Butiru sowie Umgebung. Das Waisenprogramm startete 1993.

Hankensbüttel / Butiru – Der Ort der Übergabe hätte nicht passender ausgewählt werden können: In Butiru, der Stätte ihres Wirkens, wurde Elisabeth Mwaka, geborene Schulze aus Wierstorf, am Montag das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Und zwar aus den Händen des deutschen Botschafters in Uganda, Dr. Albrecht Conze. Die Verleihung war in eine stundenlange Zeremonie eingebettet, berichtet Antje Krummel von vor Ort dem IK. Sie ist im Vorstand des Hankensbütteler Freundeskreises Christliche Sozialarbeit in Uganda. Dieser steht hinter dem Butiru-Projekt, das wiederum von Mwaka geleitet wird.

Ab 8 Uhr gab es in der Kirche Chorgesang und zahlreiche Reden von politischen und kirchlichen Vertretern. Gegen 10  Uhr traf der deutsche Botschafter mit seiner Gattin in Butiru ein. Mit vielen Leuten und den deutschen Gästen ging es auf Besichtigungstour durch die Sekundarschule, die Primarschule, das Butiru Chrisco Hospital und das Lehrercollege. Die Schüler boten jeweils mitreißende Gesänge.

Im Anschluss gab es weitere Reden des anglikanischen und katholischen Bischofs sowie von politischen Vertretern, etwa des Distrikts. „Herr Conze zeigte in einer ergreifenden Rede die tolle Aufbauleistung von Mama Elisabeth und Papa Erasmus auf“, berichtet Krummel.

Feierlich verlas Conze die Verleihungsurkunde des Bundespräsidenten. Nach all den Feierlichkeiten gab es ein Festessen für die geladenen Gäste, aber auch für die Bewohner von Butiru. Eine Brass-Band verbreitete Stimmung.

Aus kleinen Anfängen ist beim Butiru-Projekt in nunmehr 26 Jahren Arbeit das Butiru Christian College entstanden. Es umfasst selbst verwaltete Schulen für etwa 2.500 Kinder und Jugendliche. Etwa 600 von ihnen sind Waisenkinder (das Waisenprogramm startete 1993).

Mit der Grundschullehrer-Ausbildung wurde in Butiru Anfang 2016 begonnen. In der angeschlossenen Farm, der Schreinerei, der Maurerei, der Näherei und der Werkstatt des Schulbusfahrers werden praktische Dinge erlernt.

Zu den Butiru-Projekten gehört auch ein Mikrokredit-Projekt, die Wasserversorgung, ein Berufsausbildungsprogramm (für Witwen und verwaiste Jugendliche ohne Schulabschluss), eine landwirtschaftliche Genossenschaft und das Projekt „Hilfe für Witwen“.

VON PAUL GERLACH

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