Rat Dedelstorf will es wissen

Buschfeld und Schulsteig in Langwedel: Erneuter Förderantrag

Schulsteig in Langwedel.
+
Über die Dorfentwicklung sollen in Langwedel die Maßnahmen Am Buschfeld und der Schulsteig angegangen werden. Bei letzterem sollen Aufenthalts- und Infobereiche angelegt werden.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
    schließen

Dedelstorf/Langwedel – Über das Förderprogramm Dorfentwicklung sollen die Projekte „Am Buschfeld und Schulsteig“ in Langwedel angegangen werden. Der Gemeinderat beschloss kürzlich einstimmig einen entsprechenden Antrag, der an das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) rausgegangen ist. Die erforderlichen Haushaltsmittel werden im Haushaltsplan 2022 eingestellt.

Beide Maßnahmen hatten im Katalog der Gemeinde Dedelstorf die Priorität eins zugewiesen bekommen. Über die Dorfentwicklung winken der Kommune eine 80-prozentige Förderung, über Leader weitere 10 Prozent, sodass ein 10-prozentiger Eigenanteil bei der Gemeinde verbleiben würde.

Es ist bekanntlich bereits der dritte Anlauf der Kommune in Sachen Förderung fürs Buschfeld, zweimal waren die Förderanträge abgelehnt worden, weil nicht genügend Punkte im Bewertungsschema des ArL erreicht wurden (das IK berichtete). Daher wurde nun der Schulsteig als weiteres Projekt hinzugenommen, um die Förderchancen zu erhöhen.

„Die Straße ist ein Zankapfel“, redete Hans-Otto Pape (FWD) bei der Ratssitzung nicht um den heißen Brei herum. Sollte allerdings eine 90-prozentige Förderung fließen, würden die restlichen 10 Prozent zwischen Kommune (55 Prozent davon) und Anliegern (45 Prozent) aufgeteilt – exklusive der Kosten für den Schulsteig und für die Erneuerung des alten Regenwasser-Kanals in der Straße Am Buschfeld. Das Projekt werde definitiv für 2022 beantragt. „Wir wollen uns nichts nachsagen lassen. Es wäre sträflich, die beiden Maßnahmen nicht zu beantragen.“ Davon ab sei es dem neuen Gemeinderat unbenommen, dann zu einem späteren Zeitpunkt noch Nein zu sagen. „Dem schließe ich mich an“, sagte sein Fraktionskollege Bernd Meyer. Er betonte, dass der Schulsteig nicht umlagefähig auf den Straßenbau sei. Das bedeute, der Schulsteig werde von den Anliegern des Buschfeldes nicht mitfinanziert. „Man sollte das Ganze unbedingt beantragen.“

Halbe Million Kosten

Einen der größten Posten bei dem Projekt mit geschätzten Gesamtkosten von knapp 557 000 Euro macht die Kanalerneuerung aus, sagte Bürgermeisterin Ulrike Bührke – mit allein 50- bis 60 000 Euro Kosten. Beim Gesamtkonzept seien auch Ladesäulen für E-Fahrzeuge eingeplant worden. „Das hat beim Projekt in Behren auch gut funktioniert und kommt gut an beim ArL.“ Reiner Straßenbau sei eben nicht förderfähig, ergänzte Pape, daher müsse man solche Schmankerl miteinplanen, um bei der Bewertung mehr Punkte zu ergattern. „Es braucht kein Anlieger Angst haben.“ Die Kosten für diese Schmankerl würden nicht auf sie umgelegt. „Der Regenwasser-Kanal auch nicht“, sagte Bührke. Zumindest dann nicht, wenn der neue Rat in dieser Sache nicht anders entscheidet, betonte Meyer. „Das Leben auf dem Land soll attraktiver werden durch diese Schmankerl“, sagte Wilhelm-Joachim Cohrs (CDU). Das Geld sei sowieso im Fördertopf vorgesehen, man könne es demnach auch nicht einsparen. Wenn die Gemeinde Dedelstorf es nicht ausgebe, würden dies eben andere Kommunen tun. So ist das ganze Projekt „extrem teuer“, ist Cohr klar, aber die Gemeinde hoffe, dass es mit dieser groß angelegten Planung genehmigt werde. Ein Bürger kritisierte bei der Einwohnerfragestunde, dass das System die Kommunen dazu zwinge, auf diese Weise in Sachen Planung vorzugehen, um überhaupt Chancen auf eine Förderung zu haben. Das sei schwachsinnig. Vorgetragene Bedenken von seiner Seite, dass die Straße nicht für den Verkehr geeignet ist, wies Bührke zurück. Sie geht davon aus, dass die Straße halten werde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare