Bühnenspielverein sagt Februar-Event in Präsenz ab

Hankau ohne Helau in 2022 

Vollbesetztes Schützenhaus auf Hankensbütteler Wiethorn im Januar 2020.
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Vollbesetztes Schützenhaus im Januar 2020: Doch im nächsten Jahr wird das Wiethorn – wie schon in 2021 – kein Hankau Helau erleben.
  • Paul Gerlach
    VonPaul Gerlach
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Hankensbüttel – Es ist ein weiteres trauriges Beispiel dafür, wie schnell unter Pandemie-Bedingungen eine eigentlich fixe Planung unfreiwillig über den Haufen geworfen werden muss. Noch bis vor wenigen Wochen waren die Verantwortlichen beim Bühnenspielverein (BSV) Hankensbüttel optimistisch und voller Hoffnung: Für Hankau Helau wurde bereits fleißig geprobt, die Veranstaltung sollte im Februar 2022 auf dem Wiethorn mit 2 G-Regel steigen (das IK berichtete). „Aber die Zahlen und die derzeitige Lage wurden bekanntlich überhaupt nicht besser“, sagt Vorsitzender Hendrik Buse. Die niederschmetternde, aber unausweichliche Konsequenz: Nach einer kurzfristig einberufenen BSV-Vorstandssitzung wurde jetzt entschieden, Hankau Helau 2022 auf dem Wiethorn abzusagen.

Buse will nicht verhehlen, dass es vor ein paar Wochen „vielleicht etwas naiv war, daran zu glauben, Karneval im nächsten Jahr zu veranstalten“. Doch der neue Vorstand wollte gerne erst einmal daran festhalten und den Mitgliedern mit der Planung sowie dem Beginn der Trainings und Vorbereitungen ein Stück Normalität zurückgeben – „was natürlich in der jetzigen Lage nicht mehr funktioniert“, so Buse. Der Gesundheitsschutz und das Reduzieren von Kontakten stehen wieder an oberster Stelle. „Damit wir, sobald diese Pandemie überstanden ist, wieder gemeinsam feiern und tanzen können“, blickt Buse voraus.

Der Verein wendete sich mit einer Videobotschaft an seine Mitglieder, um die Hintergründe der getroffenen Entscheidung zu erläutern. Dabei spielte eine Menge mit hinein und es galt, viele Faktoren zu berücksichtigen. Der Vorstand beobachtete sorgenvoll die Corona-Entwicklung in den vergangenen Tagen und Wochen. Dabei wurde zunehmend darüber gesprochen, wie Tanztraining, das Üben der Gesangsgruppen und Karneval 2022 generell stattfinden kann. Letztlich wurde gemeinsam die bittere und schmerzliche Entscheidung getroffen.

Eine Rolle spielten dabei die derzeit begrenzten Test-Möglichkeiten. Zudem sollen die kleinsten Tänzerinnen geschützt werden und kein Risiko eingegangen werden. Eine gewohnte Karnevalsveranstaltung wie in den Vorjahren wäre unter diesen Gesamtumständen nicht möglich. Hinzu kommen die Unsicherheiten bei der Planung und Organisation. Darüber hinaus hätte die Zahl der verfügbaren Plätze auf dem Wiethorn sicherlich beschränkt werden müssen.

All dies führte dazu, dass man im Vorstand die Entscheidung zur Absage als die einzig richtige ansieht, um alle schützen zu können. Der geplante Klönabend am 9. Januar fällt mit der Absage ebenfalls aus. Die nächste Veranstaltung, die dann ansteht, wäre die Jahreshauptversammlung Anfang März.

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