Taebel: „Es gibt reichlich zu tun“ / Fördertöpfe helfen dabei

Viele Baustellen in Samtgemeinde Hankensbüttel in 2017: Breitband-Ausbau als „großer Brocken“

+
Den Breitband-Ausbau, der von den Kommunen als Aufgabe auf den Landkreis Gifhorn übertragen wurde und der über die Kreisumlage finanziert wird, bezeichnet Rathaus-Chef Andreas Taebel für die Samtgemeinde Hankensbüttel finanziell als „großen Brocken“. Doch es handele sich um „gut investiertes Geld“.

Hankensbüttel. Die Finanzierung des Breitband-Ausbaus, der Bau der neuen Kita im Luftkurort, Ganztagsschule, Investitionen in die Infrastruktur – es sind große Themen und Vorhaben, die die Samtgemeinde Hankensbüttel in 2017 bewegen werden.

Andreas Taebel

„Es gibt reichlich zu tun“, weiß Samtgemeindebürgermeister Andreas Taebel. Die Haushaltsplanung steht noch nicht. Ohnehin müsse geschaut werden, was finanziell umzusetzen ist, betont der Rathaus-Chef.

• Kita-Neubau: Ein wichtiges Vorhaben ist der geplante Kita-Neubau mit vier Gruppen an der Schulstraße in Hankensbüttel. Die Übergangslösungen – mit der Kita-Kleingruppe im Jugendtreff „Judge“ und mit den zurzeit noch in der Karl-Söhle-Schule untergebrachten beiden Kita-Gruppen – sollen damit laut Taebel überflüssig werden.

• Ganztagsschule: Zum Schuljahr 2017/18 soll an der Hankensbütteler Karl-Söhle-Schule der Ganztagsbetrieb eingerichtet werden. „Die Mensa ist der größte Posten“, sagt Taebel. Viele Änderungen seien aber schulpädagogischer Natur: „Das Konzept steht. Die Schule hat gute Vorarbeit geleistet.“ Auch an der Grundschule Kunterbunt in Steinhorst soll zu diesem Zeitpunkt der Ganztag eingeführt werden. Laut Taebel sollen dabei auch die Vereine vor Ort und halbehrenamtliche Bürger eingebunden werden, um den Schülern Chorarbeit oder Sport am Nachmittag anzubieten.

• Infrastruktur: Der Haushaltsposten für das Liegenschafts- und Gebäudemanagement wurde um 150 000 auf 600 000 Euro gekürzt, da Maßnahmen in dieser Höhe im Rathaus personell nicht umzusetzen gewesen wären, erläutert Taebel. In diesem Jahr sollen 450 000 Euro für Unterhaltung und Bewirtschaftung sowie 150 000 Euro für einige Sanierungen ausgeben werden. Dafür gebe es eine große Liste, so Taebel. Eine der Maßnahmen sei die energetische Sanierung der Dachflächen der Turn- und Gymnastikhalle sowie des Verbindungsgangs und der Werkräume an der Hankensbütteler Karl-Söhle-Schule.

• Förderprogramme: Sowohl über die Dorfentwicklung als auch über das Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“ soll laut Taebel bei den kommunalen Projekten jedes Jahr in jeder Mitgliedsgemeinde ein Vorhaben angegangen werden.

• Breitband-Ausbau: Als „großen Brocken“ bezeichnet Taebel den Breitband-Ausbau aus finanzieller Sicht für die Samtgemeinde. Die Finanzierung läuft über die Kreisumlage, die Umsetzung übernimmt der Kreis mit einem Eigenbetrieb. „Aus meiner Sicht ist das ein Selbstgänger. Wir sind froh, dass der Kreis das in die Hand genommen hat“, sagt Taebel. Es handele sich um „gut investiertes Geld“ über die Kreisumlage.

• Verwaltung: Die Übertragung von Verwaltungsaufgaben durch die Mitgliedsgemeinden an die Samtgemeinde wird „intensiv genutzt“, sagt Taebel, der als Schaltstelle zwischen den Kommunen und den Fachabteilungen fungiert. Synergien könnten genutzt werden. Als Premiere soll es nach den Sommerferien, etwa im September, einen Tag der offenen Tür im Rathaus geben – auch um die neue Struktur aufzuzeigen. Zum 1. Februar fängt Christine Schucht aus Dedelstorf, bisher beim Landkreis Gifhorn tätig, als Nachfolgerin von Marc Bludau an.

Außerdem soll die Homepage der Samtgemeinde optisch und inhaltlich überarbeitet werden, mobil zu nutzen sein und anwenderfreundlicher werden.

Von Paul Gerlach

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare