Zweites großes Dorfbuch

Bokel: Eine besondere Form der Chronik

Heinz-Eckhardt Plieth (v.l.), Ursula Karfeld, Hans-Joachim von der Ohe und Helmut Schulenburg.
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Das Redaktionsteam, bestehend aus Heinz-Eckhardt Plieth (v.l.), Ursula Karfeld, Hans-Joachim von der Ohe und Helmut Schulenburg, hat sich mit Blick auf das zweite große Bokeler Dorfbuch wieder viel Arbeit gemacht.
  • Florian Schulz
    VonFlorian Schulz
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Bokel – Eine Ortschronik beinhaltet traditionell eine Menge spannender Fakten. Doch was sich die Bokeler einfallen ließen, übertrifft vieles sogar noch. Denn das sogenannte Redaktionsteam, bestehend aus Ursula Karfeld, Helmut Schulenburg, Hans Joachim von der Ohe und Dr. Heinz-Eckhardt Plieth – übrigens alle gebürtige Bokeler –, versteht sein Buch „Bokel – ein Dorf, wie es im Buche steht“ nicht „nur“ als reine Chronik, sondern stellt ganz nebenbei auch noch jeden ehemaligen sowie auch gegenwärtigen Einwohner der Ortschaft vor. So etwas ist in der Region einmalig.

1996 kam das Nachschlagewerk „Bokel – ein Dorf, wie es im Buche steht“ heraus – zum 750. Jubiläum der Ortschaft. Dieses Nachschlagewerk hatte einen besonderen Reiz, denn schon dort wurde die Geschichte in mühevoller Kleinarbeit aufgearbeitet. Mithilfe des Werkes konnte man herausfinden, welche Familie in welchem Haus wohnt beziehungsweise wohnte. Für jedes Haus gab es eine Extra-Seite, dazu wurden die Geburts-, Sterbe- und Hochzeitsdaten sowie auch der Beruf eines jeden Einwohners aufgelistet. „Wir haben versucht, alle Bokeler aufzuführen, die für uns nachvollziehbar waren“, erzählt Plieth.

Fertigstellung wohl im Frühjahr 2022

25 Jahre später sollte es zum 775. Geburtstag Bokels eine neue Auflage – möglichst im Herbst – geben. Das zumindest war der Ursprungsgedanke. Die Redaktionsgruppe konnte sich Corona-bedingt allerdings im vergangenen Jahr nur selten zusammensetzen. Daher wird mit einer Fertigstellung im Frühjahr 2022 gerechnet. „Wir haben bereits über 200 Bestellungen“, informiert Karfeld.

Wie viele Seiten das Nachschlagewerk mit dem offiziellen Titel „Bokel – ein Dorf, wie es im Buche steht II“ haben wird, ist ebenfalls noch unklar. „Wir rechnen mit ungefähr 350 Seiten“, so Plieth. Der Preis soll bei 25 bis 35 Euro liegen. „Unser erstes Buch kostete damals 50 D-Mark. Wenn wir bei einem ähnlichen Preis ankommen, wäre das schön“, erklärt Helmut Schulenburg. Im Vergleich zur Erstauflage wurden einige Daten aktualisiert beziehungsweise ergänzt. Dazu werden – auch das ist neu – alle Fotos in Farbe veröffentlicht. Auch das Titelblatt soll sich verändern. So planen die Bokeler, am 29. August (14 Uhr) im Heidetal ein Gemeinschaftsfoto mit möglichst allen Einwohnern aufzunehmen. Diese werden jedoch noch einmal gesondert über einen Handzettel eingeladen. Wie schon die Erstauflage, bietet auch Teil 2 interessante Hintergrundinformationen über Dorffeste, die Feuerwehr, den Schützenverein oder auch die Kirche. Dazu werden auch die einzelnen Vereine vorgestellt.

Fragebögen und Fotos an allen Häusern

„Das ist schon damals gut angekommen. Man lernt sich dadurch auch untereinander besser kennen“, verdeutlicht von der Ohe. Das vierköpfige Redaktionsteam, das wöchentlich zusammensitzt, hat sich erneut viel Mühe gemacht.

„Wir sind zu allen einzelnen Häusern gegangen und haben Fragebögen abgegeben sowie – sofern gewünscht – Bilder von den Einwohnern gemacht“, so Plieth. Die einzelnen Vereine lieferten die Informationen zum Großteil selbst, dazu konnte das Redaktionsteam häufig auch eigene Erfahrungswerte mit einbringen. Im Anschluss wurden den einzelnen Bürgern – und das sind immerhin um die 300 – auch noch Korrekturabzüge vorgelegt.

„Wir möchten allen Bokelern für ihr Engagement danken. Das war für uns noch einmal ein zusätzlicher Motivationsschub“, so Plieth. Die Vorfreude auf das Erscheinen des Buches – vermutlich im Frühjahr 2022 – stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben.

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