Gemeinde Sprakensehl verabschiedet Verträge

Bokel: Windenergieanlagen können kommen

Der Sprakensehler Gemeinderat bei seiner Sitzung im Bokeler Schützenhaus.
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Der Sprakensehler Gemeinderat beschloss den Abschluss der Verträge mit dem Windpark-Betreiber.

Bokel – Einstimmig verabschiedete der Sprakensehler Rat bei seiner jüngsten Sitzung den städtebaulichen Vertrag und den Nutzungsvertrag mit der Windenergie-Firma PNE für den angedachten Windpark in der Bokeler Gemarkung.

„Der Vertrag ist nötig, weil wir Flächen im Planungsgebiet haben“, erläuterte Bürgermeisterin Christiane Fromhagen den Ratsmitgliedern und den Einwohnern. Das betreffe 10,16 Hektar. Einige zu verlegende Leitungen würden in gemeindeeigenen Boden gebracht werden, laut Vertrag 80 Zentimeter unter der Erdoberfläche. Für 20 Jahre sollen die Windkraftanlagen stehen, mit einer Verlängerungsoption von fünf Jahren. Für einen vollständigen Rückbau im Anschluss wird eine Bürgschaft hinterlegt. Während der Nutzungsdauer werden die Zuwegungen zu den einzelnen Anlagen gepflegt, wobei wesentliche Wege auf privatem Grund und Boden entstehen werden.

Sollten der Gemeinde aufgrund der Windparkplanung, der Errichtung oder dem Betrieb des Windparks Kosten im Zusammenhang mit Planungen, Gutachten oder Expertisen, wie etwa für Ausgleichs und Ersatzmaßnahmen oder Grünflächenplanungen, entstehen, trägt dafür der Windenergieanlagen (WEA)-Betreiber diese Kosten, führte Fromhagen aus. Teil des Vertrags sei es auch, dass sich die Gemeinde verpflichtet, die Kommunalaufsicht einzubeziehen und diesen Vertrag durch die Kommunalaufsicht prüfen zu lassen. Die Gesellschaft verpflichte sich weiterhin dazu, alle notwendigen Erschließungsmaßnahmen zu übernehmen und die WEA mit einem dreiflügeligen Rotor und mit Rotorblättern auszustatten, die Lichtreflexe vermeiden. Die Höhe der WEA soll voraussichtlich bis zu 200 Metern betragen. Das generierte Entgelt soll zu 80 Prozent auf die Poolflächen und zu 20 Prozent auf diejenigen Grundstückseigentümer verteilt werden, auf denen eine WEA steht. Das sei eine gute Regelung für die Eigentümer, auf deren Fläche keine WEA steht, sagte Fromhagen. Normalerweise seien die Prozentzahlen umgekehrt.

(von Burkhard Ohse)

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