Zweite Reinigungsanlage soll für saubere Luft sorgen / Ja vom Vorbereitungsausschuss

Bokel: Mastanlage wird nachgerüstet

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Die Hähnchenmastanlage von Landwirt Heinrich Winkelmann bei Bokel – hier noch mit zwei statt aktuell drei Ställen – soll nun eine zweite Abluftreinigungsanlage bekommen. Der Sprakensehler Vorbereitungsausschuss befürwortete dies am Dienstag.

Bokel. Bei der Masthähnchenanlage bei Bokel soll nun eine zweite Abluftreinigungsanlage eingebaut werden. Der Sprakensehler Vorbereitungsausschuss empfahl am Dienstagabend dem Gemeinderat einstimmig, dass das Einvernehmen mit dem geplanten Bauvorhaben hergestellt werden soll.

Bei jedem der drei Ställe ist eine Kapazität von bis zu 42.000 Tieren genehmigt – insgesamt also 126.000 Hähnchen.

Laut Landwirt Heinrich Winkelmann wird diese allerdings nicht ausgeschöpft werden: Auf Basis der Initiative Tierwohl sollen es 37 .000 Hähnchen pro Stall sein, denn statt bislang 21 Tieren pro Quadratmeter nutzbarer Stallfläche sind es nun 17,5.

Denn Tierhalter müssen bei der Initiative die Besatzdichten nachweislich so planen, dass dabei 35 Kilogramm Lebendgewicht je Quadratmeter nutzbarer Stallfläche nicht überschritten werden – und zwar im Durchschnitt dreier aufeinander folgender Mastdurchgänge. Vorher lag die Grenze bei 39 Kilogramm, so Winkelmann, und dieser Wert hätte selbst einmalig nicht überschritten werden dürfen.

Auch zuletzt waren die Ställe bei Bokel schon nicht mit je 42.000 Tieren belegt gewesen. Die volle Kapazität sei nicht ausgeschöpft worden, erläutert Winkelmann, da der zweite Luftwäscher nicht sofort eingebaut worden war.

Aktuell sind es zwei Ablufttürme (für Stall 1 und 2) und eine Abluftreinigungsanlage in Stall 3. Die geplante Abluftreinigungsanlage soll den Abluftturm in Stall 2 ersetzen. In der Baugenehmigung der Anlage ist aufgeführt, dass „Stall 2 innerhalb von zwei Jahren nach Inbetriebnahme des Stalles 3 mit einer Abluftreinigungsanlage auszustatten und anschließend ausschließlich mit dieser zu betreiben ist“. Genau das soll nun umgesetzt werden.

„Wir müssen jetzt die Baugenehmigung vom Landkreis abwarten, dann kann es mit der zweiten Abluftreinigungsanlage losgehen“, schildert Winkelmann das weitere Prozedere. Mit dann zwei Abluftreinigungsanlagen sei das Unternehmen auf lange Sicht hin gut aufgestellt.

Von Paul Gerlach

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