Kreis-Umweltausschuss will Voraussetzungen im Wasserschutzgebiet bei Hankensbüttel prüfen

Bohrungen fachlich einwandfrei

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Gegen Bohrungen im Wasserschutzgebiet Schönewörde bei Hankensbüttel ist laut Otto Weichsler vom Landkreis Gifhorn fachlich kein Einwand zu erheben. 

Hankensbüttel/Gifhorn. „Aus fachlicher Sicht kann den geplanten Bohrungen im Wasserschutzgebiet Schönewörde bei Hankensbüttel nicht widersprochen werden“, sagte Otto Weichsler, Gruppenleiter im Fachbereich Wasserwirtschaft des Landkreises Gifhorn, bei der jüngsten Sitzung des Kreis-Umweltausschusses.

Ein Antrag der Grünen, die Bohrungen in Wasserschutzgebieten zu verbieten, fand dort keine Zustimmung. Jedoch sollen die unterschiedlichen Voraussetzungen für die Abschnitte IIIa und IIIb des Wasserschutzgebietes Schönewörde geprüft werden, so die mehrheitliche Empfehlung.

Wie die Grünen in ihrem Antrag, so sagte auch Weichsler, dass die Verordnung für Wasserschutzgebiete bereits 18 Jahre alt sei. Er betonte jedoch, dass die aktuelle Musterverordnung, die für Wasserschutzgebiete empfohlen wird, „längst nicht so scharf ist wie die momentan gültige“, Den Bohrungen könne aus fachlicher Sicht nicht widersprochen werden. Es würden die gleichen Spülungen wie bei Trinkwasserbohrungen verwendet, erst in deutlich tieferen Schichten kämen andere Spülungen zum Einsatz.

„Mehr Sorgen bereiten uns dagegen die Leitungen“, sagte Weichsler angesichts der beiden erst kürzlich beschädigten Ölleitungen bei Hankensbüttel (das IK berichtete). Jedoch hätten auch hier die Schäden nicht zugenommen.

Der Antrag der Grünen, die Schutzverordnung zu überarbeiten und den Bohrlochbergbau in Wasserschutzgebieten für unzulässig zu erklären, wurde abgelehnt. Ein Antrag der Mehrheitsgruppe CDU-SPD-FDP-ULG, die Voraussetzungen für die beiden Abschnitte IIIa und IIIb zu prüfen, fand dagegen die Mehrheit des Kreisumweltausschusses.

Von Dennis Klüting

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