Hundeführerin besorgt /„Bäche nicht betroffen“

Blaualgen im Isenhagener See: Erst Belüftung, dann Grundsanierung

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Warnung per Schild: Am Isenhagener See wird auf den Befall mit Blaualgen hingewiesen.

Hankensbüttel – Der Isenhagener See in Hankensbüttel wird aktuell wegen der Blaualgen-Problematik (das IK berichtete mehrfach) noch belüftet, ab dem Herbst soll er dann grundsaniert werden.

„Wir haben keinen vermehrten Befall mit Blaualgen“, sagt Rathaus-Chef Andreas Taebel. Die Belüftung des Isenhagener Sees werde fortgesetzt und nur kurzzeitig unterbrochen.

Eine Hundebesitzerin aus Hankensbüttel, die häufig dort unterwegs ist, hat den Eindruck, dass sich die Blaualgen zuletzt wieder stärker vermehrt hätten. Außerdem frage sie sich, wie es mit den weiterführenden Bächen – einer zum Waldgebiet Hagen und einer Richtung Emmen mit der Rentelmannschen Mühle. Die Bürgerin verweist auf verstorbene Hunde in Berlin am Tegeler See: Das Bezirksamt Reinickendorf bittet Hundeführer darum, aufgrund mehrerer bisher ungeklärter Todesfälle bei mehreren Hunden diesen Bereich zu meiden. Von der Blaualgenart Tychonema wird das Nervengift Anatoxin A produziert. Die Art entwickelte sich laut eines Medienberichts im Tegeler See völlig neu.

Am Isenhagener See läuft die Belüftung nicht kontinuierlich, hat die Hundeführerin beobachtet. Sie frage sich, ob die Situation in Hankensbüttel gesundheitsgefährdend sei. „Viele Menschen sind mit ihren Hunden im Hagen unterwegs.“

Andreas Taebel, Samtgemeindebürgermeister

Rathaus-Chef Andreas Taebel sagte gestern auf IK-Anfrage: „Wir haben keinen vermehrten Befall.“ Ohnehin sei nur der Isenhagener See als stehendes Gewässer betroffen, nicht die Bäche. Im See dürfe daher auch nicht gebadet werden, es gebe Gesundheitsgefahren. In welchem Umfang könne er nicht sagen. Die Gefahren seien zum Teil auf den schlammigen Untergrund zurückzuführen, insbesondere aber auf die Blaualgen.

Taebel betont, dass die Belüftungsgeräte kontinuierlich laufen und wenn dann nur kurzzeitig abgeschaltet würden. Der Samtgemeindebürgermeister verweist auf die anstehende Grundsanierung des Sees ab dem Herbst. Gewissermaßen müsse man sich nun über den Sommer retten. „Wir werden vermehrt belüften, wenn nötig“, kündigte Taebel an. Er erläutert, dass die Zuläufe des Sees – also die Bäche – auch Bestandteil der Grundsanierung seien.

„Die Natur gibt es so vor“, sagt Heinz Gödecke von der Verwaltung über die Situation im Isenhagener See. Beide Lüfter seien angeschaltet. Solche oder ähnliche Probleme gebe es auch bei anderen stehenden Gewässern. Immerhin seien beim Isenhagener See der Zu- und der Abfluss gewährleistet. Mensch oder Tier sollten trotzdem Vorsicht walten lassen und nicht in dem See baden oder gar daraus trinken. Ab Oktober werde dann dort der Schlamm herausgeholt.

VON PAUL GERLACH

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