Hankensbütteler Otter-Zentrum: Neue Einblicke für Besucher durch Lerninstallationen

Bienen als Botschafter

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Honigbienen im Fokus: Mark Ehlers (von links, Chef des Otter-Zentrums), Imkerin Manuela Schulze, Thomas Lucker vom Otter-Zentrum, Dr. Stephan Lüttich von der Klosterkammer Hannover, Äbtissin Susanne Jäger und Dr. Oskar Kölsch von der Aktion Fischotterschutz.

Hankensbüttel. Die Aktion Fischotterschutz hat gestern im Hankensbütteler Otter-Zentrum neue Lerninstallationen rund um das Thema Honigbiene eröffnet. „Für uns geht damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung“, sagte Mark Ehlers, Chef des Otter-Zentrums.

„Das Thema Bienen ist sehr wichtig und faszinierend zugleich. “.

Seit drei Jahren stehen vier Bienenstöcke im „Lebensraum Dorf“, die von der Imkerin Manuela Schulze aus Hankensbüttel bewirtschaftet werden. „Mittlerweile sind es sogar sechs Völker“, berichtet Schulze auf IK-Nachfrage. „Bisher hat die pädagogische Erschließung des Themas gefehlt“, erläutert Ehlers.

Das hat sich gestern geändert: Dr. Stephan Lüttich, Leiter der Abteilung Förderungen der Klosterkammer Hannover, Susanne Jäger, Äbtissin des Klosters Isenhagen, und Imkerin Manuela Schulze weihten die Lerneinrichtungen ein. „Sie sollen auch die Leistung der Tiere beim Bestäuben von Pflanzen herausstellen und unseren Gästen näher bringen“, betonte Ehlers. Die Kooperation mit dem Kloster Isenhagen beim Thema Bienen biete sich durch die räumliche Nähe zum Klostergarten an. „Klöster waren schon immer von Bienen umgeben“, sagt Jäger. „Die Tiere werden gebraucht und ihre Produkte geschätzt – ob bei der Heilkunde oder in der Küche.“ Auch im Klostergarten stehen Bienenstöcke.

Für Thomas Lucker vom Otter-Zentrum ist der Standort im „Lebensraum Dorf“ neben der kleinen Streuobstwiese perfekt. Bislang sei in all den Jahren noch kein Gast von einer Biene gestochen worden. Die Bienen würden mittlerweile in den heimischen Gärten mehr unter der Belastung durch Unkrautvernichtungsmittel leiden als in ländlichen Gebieten. „Den Honig muss man daraufhin regelmäßig untersuchen.“

„Wir möchten die Tiere im heimischen Lebensbereich zeigen“, sagt Dr. Oskar Kölsch von der Aktion Fischotterschutz. „Die Tiere haben eine ökologische Werthaltigkeit. Auf diese Weise bringen wir Kultur und Natur zusammen, da die Bienen in unserer Kultur verwurzelt sind.“

Imkerin Schulze begrüßt die neuen Lerninstallationen: „Schön, dass die Besucher so nahe heran können.“ An einem Schaukasten lassen sich die Bienen direkt am Ein- und Ausflugloch beobachten.

Die finanzielle Förderung durch die Klosterkammer Hannover und die niedersächsische Bingo-Umweltstiftung mit 11 540 Euro beziehungsweise 11 500 Euro machte die Realisierung der Installationen möglich. „Der Bildungsaspekt wird hier vorbildlich verwirklicht“, sagt Lüttich.

Das Otter-Zentrum will noch Materialien für Schulprogramme zum Thema Bienen erstellen, um es in das Lehrprogramm für 2014 einbinden zu können. „Dort werden wir auch mit Manuela Schulze zusammenarbeiten“, sagt Ehlers. „Sie kann es gut vermitteln. Da springt der Funke über.“

Von Paul Gerlach

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