Beratung für guten Lebensabend

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Im Gespräch mit einem zufriedenen Bewohner: Jörg Burmeister (v.r.), Marion Lau sowie Karsten Kroll (v.l.) und Simone Leibner.

Hankensbüttel. – Von Sabine Peter. Landrätin Marion Lau und Jörg Burmeister, Leiter der Wirtschaftsförderung beim Landkreis Gifhorn, besuchten gestern Nachmittag das Wohn- und Begleitzentrum der WBL (Wohnen, Begleiten, Leben) in Hankensbüttel, das im Mai 2009 als Modellprojekt des Landes Niedersachsen eröffnet wurde.

In Sachen Pflege und Betreuung älterer Menschen muss noch viel getan werden, macht die Landrätin deutlich. „Es ist wichtig Netzwerke aufzubauen und Ältere gut und umfassend zu beraten“, sagt Lau. Der Landkreis lege großen Wert darauf umfassende und kompetente Beratungen im Kreis zu bieten, um der älteren Generation einen guten Lebensabend zu bescheren. Ein Baustein dessen sei auch die Seniorenmesse gewesen, die kürzlich in Gifhorn stattfand. Bei all den Fragen um die richtige Pflege müsse der Mensch im Mittelpunkt stehen.

„Nicht jeder kann im Alter zuhause bleiben“, weiß die Landrätin. Um sich einen Überblick zu schaffen, gebe es daher die Besuche in den Wohn- und Pflegeeinrichtungen wie gestern bei WBL. „Das ist auch für mich persönlich eine große Herzenssache“, sagt Lau. Aber: „Es liegt noch viel Arbeit vor uns.“ Die Kommunen müssten sich auf den demografischen Wandel und seine Herausforderungen einstellen. Zum Ausbau des Netzwerkes solle auch ein Pflegestützpunkt sein, mit dem sich der Kreistag auseinander setzen muss.

40 Personen leben in der Wohnanlage von Karsten Kroll in vier Nachbarschaften zusammen. Gemeinsam wird wie in eigenen Wohnungen gekocht, gelebt und sich gegenseitig unterstützt. 24 Stunden am Tag stehen den Bewohnern Mitarbeiter zur Verfügung. Grundsätzlich ist aber jeder Mieter für sich selbst verantwortlich und soll so eigenständig wie möglich bleiben, Unterstützungen können ja nach Bedarf hinzugenommen werden. Derzeit hat die Einrichtung laut Kroll eine Auslastung von rund 90 Prozent. Die Hankensbütteler Wohnanlage wurde vom Landkreis als kein herkömmliches Heim befunden.

Seit August ist Simone Leibner als Einrichtungsleitung die Ansprechpartnerin im Haus. Die WBL GmbH hat unterdessen auch einen ambulanten Pflegedienst eröffnet. Den Kunden wird eine 24-stündige Erreichbarkeit und Hilfe gewährleistet.

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