Hankensbüttels Bürgermeister Dirk Köllner über die Vorhaben der Gemeinde in 2017

„Beim Dorfplatz sind wir soweit“

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Auf der Zielgeraden befinden sich die Gespräche zwischen der Gemeinde Hankensbüttel und der Kirchengemeinde zur Gestaltung des Dorfplatzes.

Hankensbüttel. Schuldenabbau, der Hankensbütteler Dorfplatz, der geplante Kita-Neubau, die Sanierungsmaßnahmen bei Straßen und Wegen, die Maßnahmen bei den beiden Förderprogrammen oder auch das neue Baugebiet in Emmen.

Der neue Hankensbütteler Bürgermeister Dirk Köllner nennt eine lange Liste an Vorhaben der Kommune für 2017.

• Straßen und Wirtschaftswege: Die Prioritätenliste, die schon vor Jahren erstellt wurde, wird im Verkehrsausschuss erneut auf die Agenda kommen. Zudem gibt es eine Prioritätenliste bei der Dorfentwicklung und generell auch Maßnahmen des Wasserverbandes Gifhorn, die bei Vorhaben dieser Art berücksichtigt werden müssen. „Alle drei Faktoren müssen wir zusammenbringen“, sagt Bürgermeister Dirk Köllner. 2017 sei der Wasserverband aber nicht am Zug und habe nichts Derartiges geplant. 2018 mache der Wasserverband aber wieder einiges, das stehe schon fest, so Köllner. Selbstverständlich möchte die Kommune für ihre Vorhaben bei den Straßen und Wirtschaftswegen auch Fördermittel bekommen und nutzen.

• Ortskern: „Beim Dorfplatz im Ortskern sind wir als Gemeinde soweit“, sagt Köllner. Die Kirche gehe jetzt die Außenanlagen an. „Wir warten das ab und gehen das Vorhaben dann gemeinsam mit der Kirchengemeinde an“, erläutert der Bürgermeister. Die Gespräche mit der Kirche würden schon lange lange laufen, und man sei nun auf der Zielgeraden. „Der Brunnenplatz soll zumindest im Kern mit dem Brunnen und mit Sitz- und Verweilmöglichkeiten dort erhalten bleiben – in welcher Gestaltungsform um den Brunnen herum auch immer“.

• Fördertöpfe: Köllner ist es wichtig, trotz der Teilnahme an den Förderprogrammen Dorfentwicklung und „Kleinere Städte und Gemeinden“ und den damit verbundenen Fördertöpfen übertriebenen Vorstellungen vorzubeugen: „Es sollten nicht Wünsche entstehen, die nicht zu finanzieren sind.“ Genauso wenig dürfe dies dazu führen, dass wichtigere Projekte als diese Wünsche übersehen werden.

• Schuldentilgung: Als ein besonders wichtiges Vorhaben sieht Köllner die Schuldentilgung an: „Jetzt ist das Geld da, um Schulden abzubauen.“ Man solle als Kommune nun nicht die Träume in den Himmel wachsen lassen. „Wir sollten jetzt die alten Baustellen erledigen“, stellt Köllner klar. Er hat insbesondere zwei Kredite im Blick, bei denen in dieser Legislaturperiode die Zinsbindung ausläuft. „Wenn man dort rankommt, sollte man sie komplett tilgen.“ Jetzt komme ein günstiger Zeitpunkt. Da die Kommunen von den Banken gute Konditionen bekommen, würden Sondertilgungen zwischendurch nicht zugelassen. Die finanziellen Überschüsse solle die Gemeinde dem nach für die Tilgung verwenden, findet Köllner.

• Baugebiet in Emmen: Wie es beim neuen Baugebiet in Emmen weitergeht, hängt laut Köllner von der Verkaufsbereitschaft der Grundstückseigentümer ab. In dieser Woche würden erneut Gespräche geführt. Das Verfahren zum Ausweisen des Baugebietes könnten bei einem positiven Abschluss der Verhandlungen im Frühjahr in Gang gesetzt werden. Die Nachfrage sei zweifellos vorhanden, sagt der Bürgermeister.

• Kita-Neubau: Köllner ist es wichtig, dass beim geplanten Kita-Neubau an der Schulstraße in Hankensbüttel stets ausreichend Parkflächen vorhanden sind – gerade mit Blick auf die ohnehin schwierige Verkehrssituation in der Straße.

• Isenhagener See: Zur Verbesserung der Wasserqualität des Isenhagener Sees ist ein Förderantrag gestellt worden. „Den muss man abwarten“, sagt der Bürgermeister. Wenn es eine Förderung gebe, habe man die Chance, den See und dessen Wasserqualität wieder für die nächsten Jahrzehnte erheblich aufzuwerten.

Von Paul Gerlach

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