Weg war zuvor sehr rau

Emmen: Alles auf neu beim Leudamm

Die Freundschaftseiche der Schützenvereine Oerrel und Schönewörde am Leudamm bei Emmen.
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Der Leudamm, der auch an der Freundschaftseiche entlangführt, ist eine vergleichsweise häufig genutzte Verbindung: Er wurde und wird nun saniert.
  • Paul Gerlach
    vonPaul Gerlach
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Emmen/Wunderbüttel – Ein steiniger Wegebelag als Ärgernis? Das hat sich auf dem Leudamm in Emmen jetzt erledigt. Die Landesforsten haben Geld in die Hand genommen, um beim Belag alles auf neu zu setzen und somit wieder für eine gute Befahr- und Nutzbarkeit zu sorgen – insbesondere für Erholungssuchende.

„Der Weg war sehr rau für Radler“, weiß Georg Deeken, Betriebsdezernent des Forstamtes Unterlüß. Gleichzeitig sei die Verbindung als eine der Hauptachsen im Emmer Leu stark frequentiert und die Landesforsten seien daher gewillt gewesen, den Zustand des Weges zu verbessern. Auch, weil er beim Holzabtransport nur schwer zu nutzen gewesen sei. Daher habe man Geld in die Hand genommen, um ihn aufzubereiten. Mit einem zertifizierten Bindemittel sei der Weg stabilisiert worden. Das Ganze muss nun noch aushärten, da das Wasser von den Regengüssen zuletzt auch noch heraus müsse. Die Sperrung des Weges soll aber am Ende dieser Woche, also bis 14. Mai, aufgehoben werden. Deeken: „Er ist dann schön glatt und befahrbar.“ Der Leudamm, dessen Funktion sich durch die Maßnahme deutlich verbessert, wird dann demnächst noch einmal kurzfristig (mit deutlich weniger Einschränkungen für die Nutzer als jetzt) gesperrt werden. Dann wird noch eine neue Deckschicht aufgebracht.

Die Erholungs-, Naturschutz- und Nutzfunktion des Waldes werden bei den Landesforsten bekanntlich gleichrangig behandelt. Daher fühlen sich die Landesforsten den Erholungssuchenden im Wald verpflichtet. Die Wirtschaftswege werden auf wassergebundener Basis ausgebaut, auch beim Leudamm wurde daher die schwarze Asphaltdecke aus Umweltschutzgründen zurückgebaut. „Wir haben dies aus Eigenverantwortung getan, auch um ein mögliches Ausschwemmen von polycyclischen aromatischen Kohlenwasserstoffen zu verhindern“, sagt Deeken. Der Weg wird zugleich für Radler, Spaziergänger, Jogger oder auch Nordic Walker ordentlich hergestellt.

Klar ist aber auch, betont Deeken, dass nicht jeder der Wege so hergerichtet werde. Bis auf Kraftfahrzeug-Fahrer seien alle Wegenutzer auf dem Leudamm willkommen. Durch Forstarbeiten würden die Wege in den Wäldern nunmal in Mitleidenschaft gezogen werden, damit müsse man leben als Erholungssuchender, sagt Förster Joachim Remitz. Der Leudamm werde jedenfalls in Ordnung gebracht. „Das ist unsere Verpflichtung.“ Er hat festgestellt, dass durch die zunehmende Verbreitung von E-Bikes mehr „Verkehr“ im Wald ist. „Das merkt man deutlich“. Durch die „schöne, neue Deckschicht“ auf dem Leudamm werde dieser hoffentlich attraktiv für Erholungssuchende. Eigentlich hätten die Bauarbeiten bereits im Frühjahr abgeschlossen werden sollen, nun wurde es Mai. Das lag laut Deeken an der Witterung.

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