Ein Kugelhagel wie im Western

Behren und Bokel: Durchlöcherte Carports, kaputte Rinnen, zerbeulte Autos

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Im Garten von Jutta und Klaus Hoeht am Weyhäuser Weg in Behren scheint durch dieses Dach nun die Sonne.

Behren / Bokel – „Es war extrem und fühlte sich an wie ein Weltuntergang“: Monika Vorwerk aus dem Behrener Eichenweg hat die Auswirkungen der Hagelfront vom vergangenen Samstag immer noch dicht vor Augen.

Die Hagelfront vom vergangenen Samstag bescherte auch Monika Vorwerk im Eichenweg etliche Schäden.

Und das auch im wörtlichen Sinne: Im Ort sind Dächer, Wintergärten, Dachrinnen und Autos beschädigt worden. „Es war genauso heftig wie in Ummern“, sagt sie. Auch auf Vorwerks Grundstück sowie bei ihren Nachbarn ging viel kaputt. Ähnliche Schäden hätten sich in Bokel ereignet, berichtet Vorwerk. Die Behrenerin stand gleich auf, als sie in der Nacht durch das Unwetter geweckt wurde. „So etwas habe ich noch nicht erlebt.“ Trotz etlicher Schäden auf ihrem Grundstück sei sie letztlich noch glimpflich davongekommen. Die Wintergarten-Besitzer im Ort habe es am stärksten getroffen. Am nächsten Tag hätten alle Einwohner erstmal ihre Gärten wieder auf Vordermann gebracht.

Bei der Firma Scheerer in Behren wurden das Vordach, Carports und Kunststoffdächer beschädigt.

Der Hagel hatte den Boden überall wie mit einer Schneeschicht bedeckt. Vorwerks Nachbar Werner Witek maß mit dem Zollstock nach: Drei Zentimeter Durchmesser wiesen die Hagelkörner auf. „So etwas braucht nicht wiederkommen.“ Witek und seine Frau Eveline Miletzki werden die durchlöcherten Dachrinnen aus Plastik nun durch Exemplare aus Zink ersetzen. Bei Jutta und Klaus Hoeht am Weyhäuser Weg in Behren stand der Wintergarten mit einer Büroeinrichtung unter Wasser. Die Sachen daraus wandern nun erstmal ins Gartenhaus, über den Wintergarten wurde eine Plane gelegt. „Auch der Fußboden muss raus“, sagt Klaus Hoeht. Seine Frau und er mussten wegen des Schadens ihren Urlaub abbrechen.

Bei der Firma Scheerer in Behren wurden das Vordach, mehrere Carports und einige Kunststoffdächer beschädigt. „Der Schaden ist aber überschaubar“, heißt es beim Unternehmen. Alles sei versichert, mit den Versicherungen alles zu regeln, bedeute aber einen erhöhten Aufwand. Das Unwetter in Behren sei jedenfalls ziemlich heftig gewesen.

VON PAUL GERLACH

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