Hankensbütteler Rat will Denkmalschutz mit ins Boot holen

Bauernende: Gehweg ist Option

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Am Hankensbütteler Bauernende könnte auf der Westseite ein Gehweg geschaffen werden. Zunächst soll aber erstmal der Denkmalschutz mit ins Boot geholt werden, betonte Bürgermeister Dirk Köllner.

Hankensbüttel – Die Straße Bauernende wird im Dorfgutachten als einzige historische Straße Hankensbüttels angesehen.

Dirk Köllner, Bürgermeister

Anwohner haben bei der Gemeinde beantragt, einen Gehweg auf der Westseite der Straße zu schaffen – und zwar auf der gesamten Länge von der Uelzener Straße bis zur Bergstraße. Eine Idee, die im Gemeinderat jetzt auf Wohlwollen stieß. Die Straße ist laut dem Gutachten als eine reine Anliegerstraße zu sehen. Gerade als es um die Sanierung der Straße gegangen war, war von den Anliegern der Einwand gekommen – zu Recht, so die Verwaltung –, dass diese Straße dann auch von Schwerlastverkehr und Durchgangsverkehr zu den Wohngebieten genutzt werden würde.

Die Problematik bleibt auch weiterhin bestehen, betont die Verwaltung: Wenn die Straße angefasst werden würde, müsse man diese wahrscheinlich komplett ausbauen. Denn ein Einsetzen oder Anpassen des Pflasters, ohne an die Substanz der Straße zu gehen, sei nicht oder nur sehr schwer zu bewerkstelligen.

Als Option wird auch von der Verwaltung aber durchaus das Anlegen eines Gehweges gesehen – als Asphaltdecke direkt auf den Steinen. Damit würde allerdings das Gesamtbild der Straße erheblichen Schaden nehmen, hält die Verwaltung fest.

Um genau diesen Punkt abzuklären, machte sich Bürgermeister Dirk Köllner bei der jüngsten Ratssitzung dafür stark, bei dem Vorhaben den Denkmalschutz einzubeziehen. Natürlich wolle man ein Straßenbild mit Kopfsteinpflaster haben, aber Optik sei auch nicht alles. Das sah auch Peter Dierks (CDU) so: „Die Gesundheit der Menschen ist wichtiger.“ Seine Fraktionskollegin Claudia Schulze erläuterte, dass es als Frau selbst mit normalen Schuhen nicht möglich sei, dort vernünftig entlangzugehen. Reinhard Weißmann (WIH) sprach sich auch für eine Änderung aus: „Bei 4,50 Meter Breite der Straße können wir 1 Meter für den Gehweg wegnehmen.“

Dem Wunsch der Anlieger solle entsprochen werden, aber erst solle das Ganze noch mal in den Fraktionen besprochen werden, so Köllner. Das Thema wurde daher noch mal in den Verkehrsausschuss zurückverwiesen.

VON PAUL GERLACH

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