Auszeichnung fürs Vorhaben

Barben-Projekt bei Neujahrsempfang im Hankensbütteler Otter-Zentrum geadelt

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Bernd Neukirchen (Mitte) vom Bundesamt für Naturschutz überreichte die Auszeichnung UN-Dekade Biologische Vielfalt für das Barben-Projekt an die Aktion Fischotterschutz – zur Freude des Vorstandsvorsitzenden Dr. Oskar Kölsch (l.) sowie der Projektleiterin Anke Willharms und Sören Brose (r.) vom Barben-Projekt.

Hankensbüttel – Das Barben-Projekt der Hankensbütteler Aktion Fischotterschutz (das IK berichtete) ist am Samstagvormittag als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt worden.

Rund 100 Gäste waren beim Neujahrsempfang des Otter-Zentrums live dabei, als die Auszeichnung durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) übergeben wurde.

„Es ist wichtig, sich stark für den Erhalt der biologischen Vielfalt einzusetzen“, betonte Bernd Neukirchen vom BfN bei der Würdigung. Über 600 Projekte seien bereits in dieser Form ausgezeichnet worden.

Otter-Zentrum-Chef Dr. Oskar Kölsch hielt den Rück- und Ausblick. In 2019 sei das Barben-Projekt in der Nachfolge zum Aller-Projekt ein wichtiger Punkt gewesen, ebenso das neue Ise-Fluss-Aquarium im Eingangsbereich der Naturerlebnis-Einrichtung.

„Wir haben einiges Neues vor in 2020“, unterstrich Kölsch. So steht dieses Jahr der Beginn der Umsetzung bei der seit Jahren geplanten Erweiterung des Otter-Zentrums an. Der Bebauungsplan soll aufgestellt werden – in enger Abstimmung mit der Gemeinde. Der neu gebaute Fuß- und Radweg rund um die Erweiterungsfläche im Hagen wird bereits rege von den Bürgern genutzt, hat Kölsch beobachtet. Bekanntlich soll in der Fläche noch ein neuer Themenpfad zu Wildkatze, Wolf, Luchs, Marderhund und Waschbär gebaut werden, außerdem ein erstes Gehege, in das das Mauswiesel einziehen soll. Außerdem sollen den Gästen die Kleinlebewesen in Gewässern nähergebracht werden.

Über das Jahr hinweg plant die Aktion 20 Sonderveranstaltungen. Die Einrichtung möchte auch wieder viel im Bildungsbereich vorantreiben, etwa durch das Regionale Umweltbildungszentrum (RUZ). Im Forschungsbereich soll verstärkt zum Themengebiet Fallen gearbeitet werden.

Dr. Ulrich Joger, Beisitzer im Präsidium der Aktion Fischotterschutz, hielt einen Vortrag zur bedrohten Natur in Nordafrika und der Sahelzone. Präsident Dr. Ernst-Hermann Solmsen hatte zu Beginn die Gäste begrüßt.

VON PAUL GERLACH

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