Trockenheit bietet aber zu wenig Nahrung für Jungtiere

Baby-Boom bei Weißstörchen in Hankensbüttel

+
Auf dem Storchennest am Hankensbütteler Otter-Zentrum hat sich ein Weißstorchpärchen niedergelassen. Gemeinsame haben sie drei Junge ausgebrütet. 

Hankensbüttel/Landkreis Gifhorn. Wird 2018 ein neues Rekordjahr für die Weißstörche im Landkreis Gifhorn? Das könnte klappen, allerdings muss das Wetter mitspielen.

„Wir hatten letztes Jahr schon einen neuen Rekord. 43 Paare siedelten sich an, 69 Junge wurden flügge“, berichtet Weißstorchbetreuer Hans Jürgen Behrmann. In diesem Jahr sind es schon 51 Paare, von denen 48 zur Brut geschritten sind. Derzeit befinden sich laut dem Storchexperten über 90 Junge in den Nestern. „Wie viele von ihnen überleben und dann flügge werde, müssen die nächsten Wochen zeigen.“ Gerade für die zuletzt geschlüpften Jungen ist aufgrund der langen Trockenheit die Nahrung knapp. Diese werden nämlich in den erste drei Wochen mit Regenwürmern gefüttert. Und die kommen bekanntlich nur bei Regen an die Oberfläche. „Die älteren Jungtiere haben bessere Chancen. Diese können auch mit größeren Tieren, wie Mäusen gefüttert werden“, erzählt Behrmann. Deswegen haben die Alttiere ihre Jungen zum Teil aus den Nestern rausgeschmissen.

In der Samtgemeinde Hankensbüttel befindet sich das einzige Nest in Hankensbüttel auf einem Mast am Otter-Zentrum. Ein weiteres Nest gebe es zwar in Steimke, aber dieses werde nicht besetzt, weil der Umkreis immer noch zum Revier der Hankensbütteler Störche gehöre. Zudem „brauchen die Störche viel Grünland, Wiesen und Weiden. In Richtung Ise gibt es davon zu wenig. Deswegen siedelt sich dort kein Storch mehr an.“ Wenn man dort welche sehe, seien es die Hankensbütteler.

Der erste, männliche Storch kam Ende März nach Hankensbüttel, um sich auf dem Nest niederzulassen. Bald darauf musste er sein Nest aber wieder verlassen. Ein älterer Weißstorch hatte ihm das Nest streitig gemacht, berichtet der Storchenbeauftragte. Inzwischen hat sich auch eine Weißstorchdame zu ihm gesellt. Zusammen haben sie drei Jungen zu Welt gebracht. Ob es aber die gleichen Störche vom letzten Jahr sind, wisse man nicht, weil die Störche nicht beringt sind.

Von Ann-Cathrin Brey

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare