Gemeinde Sprakensehl plant Sanierung von zwei Straßen in Bokel / Nur 40 000 Euro im Haushalt

Ausbau übersteigt Möglichkeiten

Dass die Straße „Zum Eichhof“ dringend saniert werden muss, steht außer Frage, doch die Kosten bereiten dem Vorbereitungsausschuss der Gemeinde Sprakensehl Kopfschmerzen. Foto: Manicke

Sprakensehl. Umfangreich war die Tagesordnung, die der Vorbereitungsausschuss der Gemeinde Sprakensehl während der Sitzung am Montagabend im Sprakensehler Feuerwehrhaus zu beraten hatte.

Ein Zuhörer aus Bokel verfolgte die Sitzung des Ausschusses, in dem alle Mitglieder des Gemeinderates vertreten sind.

Breiten Raum nahm die Diskussion über die Sanierung von Straßen ein. Die Ratsmitglieder hatten sich im Rahmen einer Rundfahrt im vergangenen Monat Straßen und Wirtschaftswege im Gemeindegebiet angeschaut. Und da gibt es viel Sanierungsbedarf, wie Bürgermeisterin Christiane Fromhagen unterstrich.

Priorität genießen die Straßen „Zur Günne“ und „Zum Eichhof“ in Bokel. Der Rat hatte sich für die Sanierung der beiden Straßen Angebote eingeholt. Die Sanierung der Straße „Zur Günne“ könnte bis zu 15 000 Euro kosten. Der Wirtschaftsweg „Zum Eichhof“ würde mit mehr als 40 000 Euro zu Buche schlagen. Viel Geld, wie die Ausschussmitglieder befanden. Die Sanierung würde die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde übersteigen. Zumal im Haushalt für 2012 nur 40 000 Euro veranschlagt sind (das IK berichtete).

Nun soll versucht werden, Alternativen zu entwickeln, die kostengünstiger sind. Es wurde beschlossen, sich Rat von Fachleuten einzuholen. Dazu soll ein Vertreter des Planungsbüros Schulz & Partner eingeladen werden.

Dessen Rat ist auch gefragt bei der Straße „Im Sothfeld“ in Sprakensehl. Ein Teil der Fahrbahn und der Seitenraum stehen nach heftigen Regenfällen unter Wasser. Das fließe teilweise bis zu den Türen der angrenzenden Wohnhäuser.

Dass Abhilfe geschaffen werden muss, darüber ist sich der Ausschuss einig. Angedacht ist der Bau einer Mulden-Rigolen-Versickerung. Die würde mit rund 18 000 Euro zu Buche schlagen. Heinz Gödecke vom Bauamt der Samtgemeinde Hankensbüttel wies darauf hin, dass diese Form der Versickerung sehr unterhaltungsintensiv sei. Gemeinsam mit dem Planer soll eine pragmatische Lösung erarbeitet werden. Dann könne man auch mehr über die Kosten sagen, hieß es. Der Auftrag soll dann öffentlich ausgeschrieben werden, wie es das Baugesetz verlangt.

Von Walter Manicke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare