Grundstück Celler Straße 1 in Steinhorst soll aufgewertet werden / Bauausschuss befürwortet Entwurf

Augenschmaus statt Schandfleck

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So sieht die Fläche momentan aus. Sie soll deutlich aufgewertet werden.

Steinhorst. Als „schlicht, einfach und zweckmäßig“ bezeichnete Bürgermeister Wilhelm Hasselmann den Entwurf von Landschaftsarchitekt Heinrich Lamprecht aus Steinhorst zur Gestaltung des Grundstücks Celler Straße 1 in Steinhorst (siehe Foto).

„Es sollen unter anderem drei große Bäume auf dem Grundstück gepflanzt werden“, sagte Hasselmann jetzt bei der jüngsten Sitzung des Steinhorster Bauausschusses. Dabei handele es sich um Vogelbeeren. Die Einfahrt zum Grundstück befinde sich gegenüber dem Haus der Gemeinde in Steinhorst. „Der Gehweg im Kreuzungsbereich ist dafür gedacht, dass Kinder nicht durch diese Gefahrenzone müssen“, erläuterte Hasselmann.

So soll das Grundstück zukünftig aussehen. Im Foto führt oben die Celler Straße vorbei und von unten nach oben die Metzinger Straße.

Ratsherr Klaus-Hinrich Singer (CDU) schlug vor, noch einen zusätzlichen 1 Meter breiten Schotterweg in der anderen Ecke des Grundstückes zur Celler Straße hin anzulegen, um eine Verbindung zwischen dem Fußweg und der geplanten Parkfläche auf dem Grundstück zu schaffen. „Die Menschen laufen ohnehin über das Grundstück“, erklärte er. „Dann laufen die Kinder durch die parkenden Autos“, hielt Hasselmann dem entgegen. Der Bauausschussvorsitzende Hartmut Pelzer wunderte sich über den vorliegenden Entwurf für die Gestaltung. „Der Grundgedanke war doch ganz anders. Jetzt haben wir Parkplätze auf der Versickerungsmulde.“ Statt der ursprünglich geplanten hoch wachsenden Bepflanzung an der Parkfläche sei dort nun eine Hainbuchenhecke geplant, die jedes Jahr geschnitten werden müsse. „Überall sind jetzt Hochborde geplant. Da würde ich lieber Mineralgemisch sehen.“ Das Gemisch sehe er auch lieber anstelle einer Drainage. Rosen und der Überlauf für das Regenwasser würden zudem nicht zusammenpassen, so dass er bei Stark-regen Probleme erwarte. Hasselmann sagte dazu: „Drainagen müssen sein.“

Jutta Rißmann (SPD) äußerte sich positiv zu der geplanten 30 Meter langen Hecke: „Der Verjüngungsschnitt bei Sträuchern ist viel schwerer. Eine Hecke ist einfach zu schneiden.“ Einen Schaden für die Rosen im Versickerungsbecken bei Starkregen erwarte sie nicht. Rißmann plädierte für Niedrig- statt Hochborde auf der Fläche. „Es ist eine sichtbare Abgrenzung zwischen der Parkfläche und der Fläche, wo nicht geparkt werden soll, nötig“, stellte Hasselmann klar.

Markus Holz (CDU) betonte: „Es muss ordentlich sein. Jeder, der zum Ort hereinkommt oder herausfährt, schaut auf diese Fläche.“ Klaus-Hinrich Singer verwies darauf, dass die Autofahrer im Sommer vermutlich unter den Bäumen parken wollen und dann Spuren in den Rasen fahren würden. Detlef Dehning (CDU) machte sich daher für Schotterrasen stark. „Im Fall des Falles können die Leute darauf parken.“ Statt der vom Landschaftsarchitekten vorgeschlagenen Leitplanke zur Celler Straße hin schlug Rißmann „kleine, niedrigwachsende Pflanzen“ vor.

In ihrer Empfehlung an den Steinhorster Rat einigten sich die Mitglieder des Bauausschusses darauf, dass statt der Hochborde mit fünf Zentimeter hohen Kanten gearbeitet werden solle. Zudem sollen es Rosen im Versickerungsbecken sowie Schotterrasen sein. Außerdem soll der zusätzliche Gehweg zur Celler Straße hin angelegt werden.

Von Paul Gerlach

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